Glücksfall Endoprothetik
Operationsszenen aus Fernsehserien kennen wir alle. Doch die haben mit der Wirklichkeit meist nur wenig zu tun. In diesem Blog berichtet das Ärzteteam des Verbundklinikums direkt aus dem therapeutischen Alltag. Verständlich, kompetent, patientenorientiert. Hier erfahren Sie, welche Therapien angeboten werden, welche Maßnahmen wann sinnvoll sind, wie Sie sich am besten darauf vorbereiten und vieles mehr. Lesen Sie hier fundierte Informationen aus erster Hand.

Bewegend bis
ins hohe Alter: Glücksfall Endoprothetik
Für
viele ist es die Rettung: Die Klinik Dinkelsbühl gehört zu den
führenden Anbietern der Region im Bereich Orthopädie und
Unfallchirurgie. Wie wichtig es ist, beweglich zu sein, merken wir meist
erst dann, wenn wir es nicht mehr oder nur eingeschränkt sind. Um die
Beweglichkeit unserer Patienten zu gewährleisten, werden in der
Endoprothetik Prothesen im Körper eingesetzt, die dauerhaft dort
verbleiben. Bei uns werden z.B. jährlich über 200 mal Prothesen an
Hüfte, ebenfalls ca. 200 mal am Knie und ca. 25 mal an den Schultern
implantiert. Eine immense Erfahrung, die jedem einzelnen Patienten zu
Gute kommt. Zum Operationsspektrum gehören auch Wechseloperationen bei
gelockerten Prothesen.
Damit wir ganz auf Ihre individuellen
Bedürfnisse und Voraussetzungen eingehen können, sind bei allen
genannten Gelenken mehrere Prothesentypen einer Prothesenfamilie
verfügbar. Hier erläutern wir, welche modernen Technologien es für Ihre
Bewegungsfähigkeit gibt.
Hüfte
Der
„klassische“ Einsatzort der Endoprothetik ist die Hüftgelenksoperation.
Für Patienten mit kräftigem Knochenlager kommen zementfreie Prothesen
infrage. Neue Prothesentypen können mit minimaler Weichteilablösung und
optimaler Wiederherstellung der normalen anatomischen Verhältnisse
eingesetzt werden.
Hier wird vor allem die Fitmore-Prothese
verwendet, die die bewährte Verankerungstechnik der Spotornoprothese mit
der Weichteilschonung einer Kurzschaftprothese verbindet. Bei
nachgiebigem Knochen (Osteoporose) bieten zementierte Prothesen
hinsichtlich der Verankerung am meisten Vorteile. Hochwertige
Gleitpaarungen gewährleisten eine lange Haltbarkeit des Gelenks.
Knie
Auch
das Knie ist ein typischer Kandidat für Gelenksoperationen. In den
meisten Fällen werden beim Knie Oberflächenersatzprothesen - so genannte
bikondyläre Prothesen - mit verbesserter Beugefähigkeit eingesetzt. Das
Prothesendesign lässt eine Beugung des Kniegelenks bis 140 Grad zu.
Falls
der Verschleiß nur auf die Innenseite des Kniegelenks beschränkt ist,
kann eine Schlittenprothese, die so genannte unikondyläre Prothese,
eingesetzt werden. Durch den Erhalt intakter Gelenkanteile bewahrt sie
viel mehr Eigenwahrnehmung und ermöglicht eine wesentlich schnellere
Rehabilitation.
Wie beim Hüftgelenk, finden bei Wechseloperationen
aus Teilen zusammengesetzte modulare Prothesen Verwendung, die sich den
individuellen Verhältnissen sehr gut anpassen lassen. Eine eingebaute
Rotationsscharnierachse gewährleistet hohe Stabilität bei Bandverlust
und dennoch eine weite Beweglichkeit.
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