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Engagement gegen Hausärztemangel auf dem Land

Die Hausarztversorgung gehört zu den grundlegenden Pfeilern der medizini-schen Versorgung. Leider schließen gerade in den ländlichen Gebieten immer mehr Arztpraxen, ohne einen Nachfolger zu finden. Die MVZ ANregiomed GmbH will sich noch dieses Jahr in hausärztlich unterversorgten Gebieten engagieren.


Im Landkreis Ansbach sind nach aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, die den eigentlichen Versorgungsauftrag im ambulanten Bereich innehat, die Regionen Ansbach Nord und Feuchtwangen unterversorgt. In Dinkelsbühl herrscht mit Stand Dezember 2016 drohende Unterversorgung. Andere Hausärzte stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen, auch Fachärzte wie Internisten oder Chirurgen betreuen zunehmend Patienten in ihren Praxen, die eigentlich vorrangig einen Hausarzt benötigen. Aufgrund der Altersstruktur der Hausärzte wird sich die Situati-on in den kommenden Jahren noch verschärfen.


Im März gab es auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer ein erstes Treffen zwischen Stadt, niedergelassenen Ärzten, AOK, Medizinischem Versorgungszentrum (MVZ) sowie der Klinik Dinkelsbühl. „Wir waren uns einig, dass dieses grundlegende Problem nur gemeinsam lösbar ist“, berichtet MVZ-Geschäftsführer Rainer Bühn. Daraufhin informierte sich Ende Mai OB Dr. Hammer im Medizinischen Versorgungszentrum Dinkelsbühl. Das ambulante Arztzentrum, auch MVZ genannt, ist aktuell rein fachärztlich in der Patientenversorgung tätig. „In den letzten Jahren konnte das medizinische Angebot weiter ausgebaut werden. Neben der Gastroenterologie, der Chirurgie mit D-Arzt-Zulassung und der Urologie ist mittlerweile auch ein Neurochirurg ansässig. In Kooperation ist zudem noch ein Kardiologe mit im Ärztehaus“, erläutert der Ärztliche Leiter des MVZ Dinkelsbühl, Dr. Gerd-Rüdiger Franke.


Eines der Hauptthemen für 2017 wird gemäß dem Auftrag der kommunalen Träger (Landkreis und Stadt Ansbach) das Engagement in den hausärztlich unterversorg-ten Gebieten sein. „Hier sind wir mit den niedergelassenen Kollegen, der Kassen-ärztlichen Vereinigung Bayern und auch den Gemeinden bereits in intensiven Gesprächen. Erste Ideen konnten bereits entwickelt werden. Dazu zählen bei-spielsweise gemeinsame Stellenausschreibungen, Engagement im Bereich Weiter-bildung und die regionale Bekanntmachung des Themas. Darüber hinaus soll eine eigene Homepage zum Thema entwickelt werden“, sagte Rainer Bühn. „Wir verste-hen uns dabei nicht als Konkurrenten der niedergelassenen Kollegen sondern suchen die Kooperation um gemeinsam die medizinische Versorgung zu sichern. Wir möchten mit unserem MVZ-Angebot die Region auch für Kolleginnen und Kollegen öffnen, die sich für eine ambulante Tätigkeit interessieren, sich aber nicht niederlassen wollen“, hebt Dr. Franke hervor.


„Wichtig ist vor allem, dass Patienten auch die ambulanten und stationären Angebo-te in der Region nutzen. Nur so können wir auf Dauer eine wohnortnahe Versorgung aufrechterhalten“, sind sich Bühn und Dr. Franke einig. „Allgemeinmediziner, die gerne in unseren MVZ arbeiten möchten, können sich jederzeit unter der Nummer 09851 91-359 oder unter der Mailadresse r.buehn@anregiomed.de bei uns melden Das gleiche gilt natürlich für die Bevölkerung – auch Sie dürfen gerne Ausschau halten.“

 

Halten Ausschau nach Hausärzten für Dinkelsbühl: MVZ ANregiomed GmbH-Geschäftsführer Rainer Bühn, Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer und der Ärztliche Leiter des MVZ Dinkelsbühl, Dr. Gerd-Rüdiger Franke (v.l.).

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