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Gemeinsam für Infektionsprävention

Am 23./24. März fuhren drei Kollegen aus der Klinik Dinkelsbühl zur Studienauftaktveranstaltung „Gemeinsam für Infektionsprävention“ (GIP) nach Berlin: Oberarzt Dr. Alfred Böcker, Anästhesist, Apotheker und hygienebeauftragter Arzt, Martina Nehmeyer, Hygienefachkraft und Claudia Kilian, pflegerische Leitung der Intensivstation. Für ein Jahr bilden diese drei nun auch das „GIP-Leader-Team“.

Schon vor über einem Jahr kam eine Einladung vom Bundesministerium für Gesundheit, ob Interesse bestehe, an einer Studie über Händehygiene teilzunehmen. Natürlich war Interesse da, wenn eine Optimierung der Hygiene möglich ist.

Prof. Dr. med. Petra Gastmeier, Leiterin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Charité in Berlin, eröffnete die Veranstaltung mit einer Präsentation zur „GIP“-Studie, die vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegeben wurde. Dabei wurde aufgezeigt, dass die Händehygiene die wichtigste Einzelmaßnahme zur Vermeidung von exogenen nosokomialen Infektionen ist. Durch eine Verbesserung und Optimierung der Händehygiene könnten in Deutschland ca. 80.000 bis 180.000 nosokomiale Infektionen vermieden werden, d. h. ca. 1.500 bis 4.500 vermeidbare Todesfälle durch nosokomiale Infektionen pro Jahr!

Die Teilnahme an der Studie ist für ein Team der Intensivstation vorgesehen, d. h. Pflege und Ärzte gemeinsam für die Infektionsprävention. Die Methoden zur Messung sind der Verbrauch des Händedesinfektionsmittels und eine Compliance-Beobachtung. Alle Mitarbeiter – Pflege und Ärzte – der Intensivstation werden von dem GIP-Leader-Team bezüglich Studienverlauf, Händedesinfektion und Compliance-Beobachtung geschult und informiert. Studienstart ist im Juni 2017. Monatlich werden Messungen des Händedesinfektionsmittelverbrauchs, Compliance-Beobachtungen durch die Hygienefachkraft und ein Teamgespräch für alle Mitarbeiter der Intensivstation durchgeführt. Hygienefachkraft Martina Nehmeyer wird die Ergebnisse regelmäßig nach Berlin melden.

An den beiden Tagen in Berlin bekam das GIP-Leader-Team alle notwendigen Informationen zur Studie sowie Schulungs- und Informationsmaterial an die Hand. Nun laufen in Dinkelsbühl die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren: Fragebögen werden ausgeteilt, Schulungsmaterial gesichtet und ausgewählt, die monatlichen Team-Treffen festgelegt. Das gesamte Team der Intensivstation hat ein hohes Inter­esse, seine fachliche Kompetenz zu verbessern und ist schon jetzt gespannt auf die Compliance-Ergebnisse im Mai 2018.

 

Martina Nehmeyer, Dr. Alfred Böcker und Claudia Kilian waren Ende März zur Auftaktveranstaltung der GIP-Studie an die Charité in Berlin eingeladen.

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