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Nachwuchsförderung gegen Ärztemangel auf dem Land

Immer weniger Mediziner sind bereit, sich auf dem Land niederzulassen. Besonders betroffen sind dabei Hausärzte und fachärztliche Grundversorger. Trotzdem gibt es immer wieder junge Medizinstudenten, die es bewusst in ländliche Gebiete zieht. So auch Jens Hennig, der als erster Famulant vier Wochen im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Regiomed in Rothenburg gearbeitet hat.

Jens Hennig studiert im siebten Semester Medizin an der Universität Würzburg. Gebürtig ist der 32-Jährige aus Sachsen-Anhalt und hat vor seinem Studium bereits eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Berlin absolviert. „Insgesamt durchlaufe ich während meines Studiums drei Pflichtfamulaturen, also Praktika. Meine erste Famulatur habe ich letztes Jahr bei einem Hausarzt in Wörnitz absolviert. Dazu ist das MVZ Regiomed mit seinen vielen Fachrichtungen eine sehr gute Ergänzung“, sagt Hennig.

Während des vierwöchigen Praktikums hat der angehende Arzt Einblicke in die Allgemein-, Unfall- und Neurochirurgie sowie die Gastroenterologie und Anästhesie erhalten. Er war bei Sprechstunden, Untersuchungen, Operationen und Visiten – sowohl im MVZ als auch in der Klinik Rothenburg – dabei. „Durch die zusätzliche Tätigkeit unsere Ärzte in der Klinik Rothenburg können unsere Patienten bei Bedarf stationär behandelt werden. Nach der Einweisung kann die Behandlung aus einer Hand erfolgen“, sagt Dr. Markus Zoller, Ärztlicher Leiter des MVZ Regiomed.

Jens Hennig konnte so beispielsweise an Operationen an der Wirbelsäule, dem Dickdarm, Leistenbrüchen und Krampfadern teilnehmen. „Während meiner Famulatur habe ich mich im MVZ sehr gut aufgehoben gefühlt“, meint Hennig. „Ich konnte sowohl in der Arztpraxis als auch bei OPs in der Klinik Erfahrungen sammeln und habe dadurch sehr viel gelernt. Die Ärzte hier sind sehr kompetent, was man ja auch am Zulauf der Patienten sieht. Ich habe hier nur zufriedenen Patienten gesehen.“

Nach seinem Studium könnte sich der Medizinstudent auch sehr gut vorstellen, im ländlichen Raum zu arbeiten: entweder in der Notfallversorgung oder in der Fachrichtung Chirurgie. „Wir freuen uns, dass es Jens Hennig bei uns gefallen hat. Die Förderung des medizinischen Nachwuchses liegt uns sehr am Herzen“, betont Dr. Markus Zoller. „Auch unseren Patienten ist das positiv aufgefallen. Es ist uns ein großes Anliegen, trotz der schwierigen Zeit im Gesundheitswesen, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren und unseren Teil gegen den Ärztemangel auf dem Land beizutragen.“

Medizinstudent Jens Hennig (Mitte) und Dr. Markus Zoller (2.v.r.) mit Team bei der Nachkontrolle einer Krampfadernoperation. Bei den Patienten handelt es sich um Vater und Sohn: Niki Zeisler (liegend) und Gerhard Zeisler (r.) haben sich im MVZ Regiomed sehr gut betreut gefühlt.

 

 

 

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