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Onkologisches Zentrum Klinikum Ansbach durch Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert

Die Bereitstellung der bestmöglichen wohnortnahen Behandlung für Patienten mit Krebserkrankungen am Klinikum Ansbach wurde bereits in der Vergangenheit durch die Gründung von zertifizierten Organkrebszentren sichergestellt. Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal zur Versorgung von Patienten mit der Diagnose Krebs ist jetzt durch die Zertifizierung des Onkologischen Zentrums Klinikum Ansbach durch die Deutsche Krebsgesellschaft hinzugekommen. Dieses vereinigt unter seinem Dach die bereits bestehenden Tumorzentren, Darmzentrum, Brust- und Gynäkologisches Krebszentrum, das im Aufbau befindliche Prostatakrebszentrum sowie einen weiteren Schwerpunkt zur Behandlung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen sonstiger Verdauungsorgane. Um der Erteilung des außerordentlich wichtigen Zertifikats einen würdigen Rahmen zu verleihen, hatten die Verantwortlichen Anfang April zu einer Feierstunde in die Ansbacher Karlshalle eingeladen.

„Ziel des Onkologischen Zentrums ist es, die Heilungschancen von Patienten mit Krebserkrankungen zu erhöhen und ihre Lebensqualität kontinuierlich zu verbessern“, erklärte Zentrumsleiter PD Dr. Nimrod Schwella. Dies gelinge in erster Linie durch die fächerübergreifende Versorgung von Betroffenen, die durch ein großes Team von Experten und Spezialisten verschiedener medizinischer Disziplinen gewährleistet werde. Jeder onkologisch Erkrankte erhalte außerdem Zugang zu „psychoonkologischer, sozialdienstlicher und palliativmedizinischer Versorgung“, wie Diana Marx ergänzte. Zusammen mit
Dr. Harald Scheiber hat sie die Gründung des Onkologischen Zentrums seit 2012 als Koordinatorin maßgeblich vorangetrieben und nach Abschluss des Audits zur Zertifizierung schließlich an den heutigen Zentrumsleiter PD Dr. Schwella sowie Koordinatorin Bianka Lechner übergeben.

Mit der Anschaffung eines Linearbeschleunigers seien bereits Anfang der 1990er Jahre die Weichen für eine spezialisierte Behandlung von Tumorpatienten am Klinikum Ansbach gestellt worden, so Diana Marx. Entscheidende Meilensteine seien später mit der Zertifizierung von Darmzentrum, Brustzentrum und Gynäkologischem Krebszentrum, mit dem Aufbau der Klinik für Palliativmedizin und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) sowie zuletzt durch die Etablierung einer eigenen hämatoonkologischen Abteilung gefolgt.

Das Rahmenprogramm des Abends bildeten mehrere Vorträge, die nicht nur die medizinisch relevanten Aspekte der Arbeit im Onkologischen Zentrum beleuchteten. Neben Referaten von Verantwortlichen der beteiligten Tumorzentren, Dr. Bernd Hornbacher für Brust- und Gynäkologisches Krebszentrum, Dr. Herbert Walz für das Darmzentrum sowie Dr. Monzer Al Mortaza für das entstehende Prostatakrebszentrum, beschrieb Dr. Markus Hahn die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten. Dr. Harald Scheiber und Markus Fabi stellten die Palliativmedizin und die Entwicklung der SAPV vor, und Dr. Hans-Peter Scholl zeigte die Möglichkeiten der psychoonkologischen Intervention bei Krebspatienten auf. Die Arbeit von Selbsthilfegruppen präsentierten aktive Betroffene unter der Moderation von Elisabeth Benzing, stellvertretende Geschäftsführerin von KISS Mitelfranken.

„Stolz, die Erteilung des Zertifikats feiern zu dürfen“: ANregiomed-Vorstand Jörg Reinhardt mit dem Fördervereinsvorsitzenden Hermann Schröter, Zentrumsleiter PD Dr. Nimrod Schwella und Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der seine Glückwünsche in einem Schlusswort überbrachte. Dr. Ludwig: „Es freut mich, immer wieder zu hören, dass sich Patienten am Klinikum Ansbach sehr gut betreut fühlen“.

Ein wichtiger Kernpunkt der Arbeit am „Onkologischen Zentrum Klinikum Ansbach“ ist die wöchentlich stattfindende Tumorkonferenz. Dort werden Behandlung und Versorgung aller Tumorpatienten gemeinsam diskutiert und für jeden einzelnen Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt.

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