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„Ein Kreißsaal steckt voller Liebe“

Hebamme Barbara Koch über das Glück einer Geburt und ihren „Traumjob“


Eine Geburt ist für die meisten Familien der Höhepunkt in ihrem Leben. Umso wichtiger ist vielen deshalb eine Rundumbetreuung in guten Händen. Hebamme Barbara Koch kümmert sich vor, während und nach der Entbindung um Mutter und Kind.

„Wir kriegen nebenan gerade Zwillinge, es dauert nicht mehr lang“, strahlt Barbara Koch. Sie sitzt auf einem großen roten Ledersofa. Durch Magazine und Bücher, einen Flachbildfernseher und eine Kaffeetheke sowie einen großen Sessel mit dazugehörigem Hocker wirkt der Raum sehr gemütlich. Nur die schnellen Schritte auf dem Gang und die typischen Schreie einer Geburt erinnern daran, dass sich die Hebamme in keinem normalen Wohnzimmer, sondern in dem der Geburtshilfestation am Ansbacher Klinikum befindet. Bereits seit über zehn Jahren arbeitet sie in der Hebammengemeinschaft Bauchgefühl und hat dort schon viele werdende Eltern auf die Entbindung im Klinikum Ansbach vorbereitet.  

„Eine Geburt ist das einschneidendste Ereignis im Leben der Eltern“, sagt Barbara Koch und spricht dabei aus Erfahrung. Die 34-Jährige ist selber Mutter von drei Kindern. „Alles Jungs, im Alter von acht, fünf und zwei Jahren. Und natürlich sind alle hier am Klinikum Ansbach geboren.“ Wie viele andere junge Familien, ist auch Barbara Koch mit der medizinischen Betreuung der Ansbacher Geburtshilfe sehr zufrieden. 2014 kamen dort über 900 Kinder zur Welt – eine Zahl, die das letzte Mal vor 20 Jahren geknackt wurde. „Das bestätigt natürlich das Vertrauen in unser Team und unsere Versorgung“, freut sich die Hebamme. „Mir liegt es deshalb besonders am Herzen, im Vorfeld eine zuverlässige Begleiterin zu sein und während der Geburt selbst einen guten Rahmen für die ganze Familie zu schaffen.“ Auch nach der Geburt unterstützt sie die Patienten wo sie kann – egal ob auf der Wochenstation des Klinikums Ansbach oder auch ambulant bei Hausbesuchen.

Bereits im Alter von sieben Jahren hat sich Barbara Koch für den Beruf der Hebamme begeistert. Sie war dabei, als Freunde ihrer Eltern ein Kind bekamen. „Als die Hebamme kam, hat sie durch ihre positive Ausstrahlung einen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen“, erinnert sich Koch. Nach dem Abitur hat sie drei Jahre lang die Hebammenschule in Kiel besucht und arbeitet seitdem in Ansbach.  An eine Geburt erinnert sie sich noch ganz genau. „Eine deutsche Frau, die mit einem Amerikaner verheiratet ist, hat vor einigen Jahren ihr erstes Kind bei uns entbunden“, erzählt Koch. Der Mann sei zu der Zeit im Auslandseinsatz gewesen, mit seiner Frau habe er schon seit Wochen nicht mehr sprechen können. „Wie durch ein Wunder, hatte er genau am Abend der Entbindung die Möglichkeit, zu telefonieren. Er war während der letzten fünf Minuten der Geburt live am Telefon dabei und hat den ersten Schrei seines Kindes miterlebt. Dass trotz dieser Distanz eine solche Nähe zwischen der Familie war, hat mich damals sehr berührt.“

Es sind nicht die großen Ereignisse, sondern die kleinen Gesten und Blicke, die Barbara Koch an ihrem Job so liebt. „Zum Beispiel wenn die Eltern nach der Geburt das erste Mal ihr Kind ansehen  und sich dann anstrahlen. Ein Kreißsaal steckt einfach voller Liebe“, schwärmt sie. Aber nicht nur die Arbeit mit den Patienten, sondern auch ihre Kollegen schätzt sie sehr. „Wir haben ein so gutes Verhältnis zwischen Hebammen, Kinderschwestern sowie Ärzten und unterstützen uns, wo es geht. Mit gefällt es hier so gut – ich habe schon lange meinen Traumjob gefunden.“

Dass es für diesen schönen Beruf so wenige Nachfolger gibt, kann die Hebamme nicht verstehen. „Wir sind in unserem Team so gut organisiert, dass wir sogar alle Freizeit haben“, schmunzelt sie. „Wer Interesse hat, darf sich natürlich sehr gerne bei uns melden!“ Werdende Eltern, die Interesse an der Geburtshilfestation am Klinikum Ansbach haben, können sich auch ein Bild vor Ort machen: Am 15. März findet um 15 Uhr die nächste Kreißsaalführung am Klinikum Ansbach statt.

Hebamme Barbara Koch in einem der zwei Kreißsäle des Klinikums Ansbach.

Hebamme Barbara Koch in einem der zwei Kreißsäle des Klinikums Ansbach.

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