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Eine Spende, die Leben retten kann

Vor rund fünf Jahren hat der Klinik-Förderverein Mediroth der Klinik Rothenburg eine mechanische Reanimationshilfe (LUCAS®-System) gespendet. Durch eine erneute Spende konnte jetzt ein zweites LUCAS®-System im Wert von 3.000 Euro speziell für Schulungszwecke angeschafft werden.

„Eine mechanische Reanimationshilfe ermöglicht die unterbrechungsfreie und effektive Fortführung der Herzdruckmassage zum Beispiel während des boden- oder luftgebundenen Patiententransportes oder einer unter Reanimationsbedingungen notfallmäßig durchzuführenden Herzkatheteruntersuchung“, erläutert Privatdozent (PD) Dr. Christian Wacker, Gesamtleiter der ANregiomed-Kardiologie. Vor etwa einem Jahr seien alle Notarzteinsatzfahrzeuge in Bayern mit einem LUCAS®-System ausgestattet worden. Die Einsatzkräfte hätten bisher aber nur wenig Erfahrung mit dieser Technik sammeln können. „Durch unsere zweite Spende, kann nun diesem gestiegenen Fortbildungsbedarf Rechnung getragen werden“, sagt Fördervereinsvorsitzender Hans-Peter Nitt.

Im November fand in der Klinik Rothenburg eine erste LUCAS®-Fortbildungsveranstaltung statt, zu der Notärzte sowie Mitarbeiter aus Notaufnahmen und Rettungsdienst aus Stadt- und Landkreis Ansbach eingeladen waren. Hierbei konnte das Rothenburger Team aus Ärzten und Pflegekräften der Kardiologie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Anästhesie seine in den letzten fünf Jahren gesammelte Erfahrung im kollegialen Austausch weitergeben. Im zweiten Teil des Abends simulierten die Teilnehmer bereits in interdisziplinären Teams mithilfe des neuen Gerätes praktische Szenarien. „Aufgrund des hohen Schulungsbedarfs in dieser Technik und dem jetzt vorhandenen zweiten Gerät speziell für Trainingszwecke, wird die Klinik Rothenburg zukünftig regelmäßige Schulungen für alle an der Rettungskette beteiligten Mitarbeiter anbieten. Wir möchten damit unseren Beitrag dazu leisten, die Versorgung von Patienten unter Wiederbelebungsmaßnahmen weiter zu optimieren“, so PD Dr. Wacker. Das Schulungskonzept der Klinik Rothenburg wird vom Hersteller des LUCAS®-Systems unterstützt und ist in dieser Form bisher einmalig in Deutschland.

„Die Etablierung eines Schulungszentrums in dieser komplexen Thematik ist ein weiterer Schritt der konsequenten Entwicklung von interventioneller Kardiologie und Intensivmedizin an der Klinik Rothenburg“, hebt PD Dr. Wacker hervor. In der Klinik seien inzwischen alle Kriterien eines sogenannten Cardiac Arrest Centers – eines Zentrums für die spezialisierte Versorgung von Patienten nach Herzkreislaufstillstand – erfüllt, wie sie beispielsweise auch vom Deutschen Wiederbelebungsrat empfohlen werden. Darüber hinaus nimmt die Kardiologie der Klinik Rothenburg seit Jahren an der größten Studie zum Thema Herzinfarktversorgung teil. Teil-Ergebnisse dieser Studie zum Thema Wiederbelebung nach Herzinfarkt wurden unter anderem im April dieses Jahres in der international führenden kardiologischen Fachzeitschrift European Heart Journal publiziert. Diese Ergebnisse haben die neuen Leitlinien der Europäischen kardiologischen Fachgesellschaft zur Herzinfarktversorgung beeinflusst und wurden auf dem diesjährigen europäischen Kardiologenkongress in Mannheim vor rund 8.700 Besuchern vorgestellt.

 

Setzen das zweite LUCAS-System zu Schulungszwecken an der Klinik Rothenburg ein: Mediroth-Vorsitzender Hans-Peter Nitt, Kaufmännische Direktorin a.i. Sigrid Popp, Gesamtleiter Kardiologie PD Dr. Christian Wacker, Anästhesie-Pflegeleitung Max Hörner und Ärztlicher Direktor sowie Anästhesie-Chefarzt Dr. Mathias Kilian (v.l.).

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