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Förderpreis für verbesserte Versorgung bei Herz-Kreislauf-Stillstand

Klinikum Ansbach wird Ausbildungsstätte für erweiterte Reanimation bei Herz-Kreislauf-Stillstand – Förderpreis für herausragende Leistungen

Sebastian Eibicht von der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin und Schmerztherapie ist erster Preisträger eines neuen Förderpreises des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Ansbach e. V. Die Auszeichnung wurde dem Assistenzarzt für seinen Einsatz bei der Zertifizierung des Klinikums Ansbach als Ausbildungsstätte für ACLS (Advanced Cardiac Life Support) verliehen. ACLS steht für erweiterte Maßnahmen im Rahmen einer Wiederbelebung bei Notfallsituationen durch Herz-Kreislauf-Stillstand. Grundlage dafür sind von der American Heart Association (AHA) formulierte Richtlinien, die durch ein strukturiertes Vorgehen die medizinische Versorgung nach der Frühreanimation (Herzdruckmassage, Defibrillator) verbessern. Sebastian Eibicht hat 2014 eine Ausbildung als ACLS-Instruktor direkt bei der AHA in Dallas, Texas absolviert. Am Klinikum vervollständigt er seit Mai dieses Jahres seine Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesie und hat hier bereits den ersten Ausbildungskurs für ACLS-Provider (Anwender) erfolgreich organisiert. Sechs ärztliche und ein pflegerische Mitarbeiter aus der Anästhesie und Intensivmedizin haben an einem Wochenende im November den Kurs absolviert und mit überragendem Ergebnis abgeschlossen: Vier von ihnen erreichten 100 Prozent der Punkte. „Für die Zulassung zur Instruktoren-Ausbildung ist ein Prüfungsergebnis von 94 Prozent erforderlich, das ist natürlich anspruchsvoll, aber 100 Prozent habe ich noch nie erlebt“, staunte Eibicht.

Und so lassen sich im nächsten Schritt drei der frischgebackenen ACLS-Provider gleich zu ACLS-Instruktoren ausbilden: Neben Haupt-Instruktor Sebastian Eibicht werden zukünftig auch die Mediziner Daniela Ott und Benedikt Schlude sowie der Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin Daniel Strauß befähigt, selbst Kurse durchzuführen. Im März 2016 startet der erste Inhouse-Kurs am Klinikum Ansbach, der eigenen Mitarbeitern wie auch externen Notfallmedizinern und -pflegekräften offenstehen wird. „Die Etablierung dieses Trainingscenters und die Ausbildung unserer Mitarbeiter nach den Vorgaben der American Heart Association ermöglichen uns weitere zukunftsorientierte Projekte auf dem Gebiet lebensbedrohlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, sagt Chefarzt Dr. Wolfgang Hilpert. Die Schulung der spezialisierten Notfallmediziner am eigenen Haus ist ihm daher besonders wichtig, und er betont: „Wir werden die erste und bislang einzige ACLS-Trainings Site der AHA in Nordbayern.“

Als 1. Vorsitzender des Fördervereins überreichte Hermann Schröter den neuen Förderpreis „für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der medizinischen Versorgung kranker Menschen“. Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung wurde auf Initiative Schröters ausgelobt und soll künftig als Wettbewerb ausgeschrieben werden. Auch besondere Leistungen im Bereich der Pflege können damit gefördert werden. Der diesjährige Förderpreis wird für die gezielte Ausbildung von Ärzten und Fachpflegekräften zu Dozenten und Instruktoren der ACLS-Provider-Kurse und für die Ergänzung der Ausbildungsmaterialien verwendet.  

Stellvertretender ANregiomed-Vorstand Claudia B. Conrad bezeichnete in ihrer Laudatio den Preisträger als „wertvollen Teil des Teams im Klinikum Ansbach“. Sie würdigte sein Engagement, das in erster Linie der qualitativ hochwertigen Versorgung der Patienten diene und somit „der primären Zielsetzung, welche alle Mitarbeiter unseres Unternehmens und darüber hinaus alle in der Gesundheitsversorgung tätigen Ärzte, Pflegekräfte, Rettungssanitäter und -assistenten in der Region vereint. Von daher geht die Bedeutung dieses Projektes deutlich über das Klinikum Ansbach hinaus.“

Als Vertreter des Landrats bzw. der Oberbürgermeisterin überbrachten Stefan Horndasch und Helga Koch Grußworte des ANregiomed-Verwaltungsratsvorsitzenden und seiner Stellvertreterin. Horndasch betonte dabei, dass der Landkreis zu seinen Krankenhäusern stehe. Er dankte dem scheidenden Vorstand Dr. Goepfert für dessen Engagement und wünschte Claudia B. Conrad als Nachfolgerin „eine starke Hand“. Helga Koch dankte auch besonders Hermann Schröter für „die tolle Idee, einen Förderpreis auszuloben.“ Das diene dem Ansehen des Klinikums, das höchste Qualität für die Menschen in der Region biete. Sebastian Eibicht prophezeite sie, er werde „als erster Preisträger in die Geschichte des Klinikums eingehen.“

Für den festlichen Rahmen der Feierstunde im Klinikum Ansbach sorgte das Ansbacher Streichquartett unter der Leitung von Dr. Norbert Herrmann mit dem Vogelquartett von Joseph Haydn.

Der Mediziner Sebastian Eibicht (M.) erhielt den ersten Förderpreis des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Ansbach e. V. Mit ihm freuen sich der 1. Vorsitzende Hermann Schröter (rechts) und Chefarzt Dr. Wolfgang Hilpert (links)

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