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Hilfe für die Philippinen

Rund 800 Euro hat die Klinik Dinkelsbühl vergangenes Jahr für die Taifun-Opfer in Tacloban auf den Philippinen gesammelt. Hintergrund war, dass sich Kollegin Prosemarie Präg, die von den Philippinen stammt, zur Zeit des Taifuns am 8. November 2013 in Tacloban, der Hauptstadt der Provinz Leyte, aufhielt. Mittlerweile ist die dramatische Naturkatastrophe bereits ein dreiviertel Jahr her – aber die Hilfe soll weitergehen.

Freuten sich über das „Dankes-Plakat“ aus Tacloban: Küchenleiter Markus Dürr, stellvertretende Küchenleiterin Andrea Sorg, Küchenmitarbeiterin Prosemarie Präg und Personalrätin Rosemarie Sindel (v.l.).

Freuten sich über das „Dankes-Plakat“ aus Tacloban: Küchenleiter Markus Dürr, stellvertretende Küchenleiterin Andrea Sorg, Küchenmitarbeiterin Prosemarie Präg und Personalrätin Rosemarie Sindel (v.l.).

 

„Ich fliege im November wieder nach Tacloban“, sagt Prosemarie Präg, Küchenmit-arbeiterin in der  ANregiomed Klinik Dinkelsbühl. Dort ist sie bereits bekannt: Im April dieses Jahres hat sie den Schülern der Grundschule in Tacloban eine riesige Freude bereitet. Zusammen mit ihrem Mann hat sie 300 Kinder mit Schuluniformen, Taschen und Vesperboxen ausgestattet, nachdem ihre Schule vom Taifun im vergangenen November komplett zerstört wurde. Das Geld dafür bekam das Ehe-paar zum einen von Mitarbeitern der Klinik Dinkelsbühl. „Meine Kollegin Angela Trump hat die Spendenaktion initiiert. Die Mitarbeiter der Klinik haben insgesamt rund 800 Euro gespendet. Ich bin so dankbar dafür“, freut sich Prosemarie Präg heute noch. Gerührt von dieser Geste hat Ehemann August Präg spontan auf die Geschenke zu seinem 50. Geburtstag verzichtet und konnte so noch rund 1.200 Euro beisteuern „Wir mussten einfach helfen“, sagt die Küchenmitarbeiterin der Klinik Dinkelsbühl. Denn was es bedeutet, wenn ein Taifun eine Stadt zertrümmert, haben die beiden hautnah mitbekommen. Prosemarie Präg wollte zusammen mit ihrem Ehemann eigentlich ihre Familie in der Nähe von Tacloban besuchen. Die Nacht verbrachten sie in der Hauptstadt, bevor es dann am Tag darauf zur Familie auf die nächste Insel gehen sollte.

Aber dann kam alles anders: Am 8. November 2013 um 5 Uhr morgens beobachtete das Ehepaar aus seinem Hotelzimmer im dritten Stock, wie die Stadt zusammenfiel. „Wie ein Monster hörte sich der Super-Taifun an und Tacloban wurde danach zur Geisterstadt“, erinnert sich Prosemarie Präg. Sie selbst, ihr Ehemann und auch ihre Familie blieben unverletzt. Im April entschloss sich das Ehepaar dann dazu, mit den gesammelten Spenden wieder nach Tacloban zu fliegen und vor Ort zu helfen. „So weiß ich wenigstens, dass jeder Euro auch bei den Bedürftigen ankommt. Es war erschreckend, wie wenig den Menschen in den vier Monaten geholfen wurde. Da fragt man sich wirklich, wo die ganzen Spenden aus Europa hingekommen sind“, meint Prosemarie Präg. Kein Wunder, dass die Eheleute von den Grundschülern, Eltern und Lehrern eine eigene Feier und sogar Dankesurkunden und ein Plakat erhalten haben. „Wir wurden auch gleich gefragt, ob wir nicht Trikots für die Sport-mannschaft spenden könnten“, schmunzelt Prosemarie Präg. „Ich habe gesagt, ich versuche mein Bestes.“ Im November wollen Prosemarie und August Präg wieder nach Tacloban fliegen – und mit etwas Glück haben sie bis dahin auch die nötigen Spenden für die Trikots zusammen. Der Anfang wurde von gerührten Kollegen bereits gemacht.

Auch nach einer Katastrophe ist dringend noch Hilfe nötig, denn die Not der Be-troffenen hält noch lange an. Die Menschen in Tacloban müssen jetzt ihre Existenz wieder aufbauen. Daher sind Spenden weiterhin dringend nötig. „Wir sind sehr beeindruckt von der spontanen Hilfsbereitschaft der Kollegen, die im Speisesaal eine Spendenbox mit dem Hinweis „Spende für die Flutopfer in Tacloban“ aufgestellt haben. Die Resonanz war riesig.   Den Mitarbeitern war bewusst, dass durch die verheerende Katastrophe den Menschen die Existenz genommen wurde und es viele Todesopfer gab. Diese Not  ist den Mitarbeitern hier bewusst geworden und ihr Geld kommt direkt an“, sagt Rosemarie Sindel, stellvertretende ANregiomed Perso-nalrätin. Wer die Grundschüler in Tacloban auch unterstützen möchte, kann unter der Telefonnummer 09851/91-482 Kontakt zu Rosemarie Sindel aufnehmen, die dann an Prosemarie Präg vermittelt.  

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