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Hohe Auszeichnung für das Darmzentrum Westmittelfranken

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und welche ist für mich die richtige? Diese Frage bewegt jeden, der die Diagnose Krebs bekommt. Patienten mit Darmkrebs, die sich unsicher sind, ob sie der  Empfehlung ihres erstbehandelnden Arztes folgen sollen, haben jetzt die Möglichkeit, sich eine zweite Meinung im ANregiomed-Klinikum Ansbach einzuholen.

„Gerade in komplexen Fällen kann es sinnvoll sein, dass Patienten eine zweite ärztliche Meinung von einem weiteren Fachexperten einholen können“, betont Prof. Dr. Thomas Meyer, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Ansbach. Das von ihm mit Unterstützung der Koordinatoren Bianka Lechner und Dr. Herbert Walz geleitete und von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) vor fast 13 Jahren zertifizierte Darmkrebszentrum wurde nun von der DKG als Zweitmeinungszentrum anerkannt und zugelassen.

„Voraussetzung für das Zweitmeinungszentrum ist unser Darmkrebszentrum. Viele Qualitätsanforderungen, die für eine Zertifizierung erfüllt sein müssen, leiten sich aus den Empfehlungen der aktuell geltenden onkologischen Leitlinien ab. Krebszentren werden von externen Prüfern auf die Einhaltung dieser Leitlinien hin überwacht“, erläutert Prof. Meyer. Die Zentren müssen nachweisen, dass sie über das nötige Wissen, die Erfahrung und die erforderliche personelle und technische Ausstattung für die Behandlung von Krebspatienten verfügen. Die Zweitmeinungsfälle müssen wie alle anderen in der interdisziplinären Tumorkonferenz, einem Kernstück jedes Krebszentrums, diskutiert werden. „Oft ist die Frage nach der richtigen Behandlung gar nicht so einfach oder eindeutig zu beantworten. Deshalb werden die Spezialisten der unterschiedlichen Fachrichtungen einbezogen, darunter Chirurgen, Onkologen, Internisten, Radiologen, Strahlentherapeuten, aber auch der Pathologe, der das Tumorgewebe untersucht hat. Neben den Leitlinien muss immer die individuelle Patientensituation berücksichtigt werden“, sagt Prof. Meyer.

Für das Zweitmeinungsverfahren hat die DKG ein Pilotprojekt mit dem Unternehmen Health Care Management Online (HMO) AG gestartet. Betroffene können sich über das Internet im Zweitmeinungsportal (www.krebszweitmeinung.de)  telefonisch oder über ein Kontaktformular anmelden. Daraufhin kontaktiert die HMO das Darmkrebszentrum, das vor Ort in der Tumorkonferenz eine Empfehlung erstellt. Diese wird danach dem Patienten über die HMO mitgeteilt. Eine persönliche Vorstellung im Darmkrebszentrum ist erst nach Kontaktaufnahme mit dem Internetportal möglich. Mit der Empfehlung aus dem Klinikum Ansbach können sich die Patienten wiederum an ihren aktuell behandelnden Arzt wenden, um das weitere Vorgehen mit ihm zu besprechen.

Chefarzt Prof. Dr. Thomas Meyer und Koordinatorin Bianka Lechner haben mit der Zertifizierung zum Zweitmeinungszentrum eine hohe Auszeichnung für das ANregiomed-Klinikum Ansbach erhalten.

 

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