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Hoher Qualitätsstandard in jeder Phase der Erkrankung

Das Darmzentrum Westmittelfranken feierte am Mittwoch sein zehnjähriges Jubiläum am Klinikum Ansbach. Es war 2006 bayernweit das erste seiner Art, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde. Bundesweit gehört das Klinikum Ansbach neben der Uniklinik Bochum und der Uniklinik Ulm zu den drei Vorreitern, die das Zertifizierungsverfahren zum Darmzentrum erfolgreich durchlaufen haben.

In jährlichen Abständen wurde seitdem die Einhaltung der Richtlinien im Rahmen von Audits überprüft und das Zertifikat erneuert. Die Rezertifizierung erfolgte erst kürzlich im Juli dieses Jahres. „Wir sind stolz, dass wir zusammen mit unseren niedergelassenen Partnern die Abläufe kontinuierlich verbessern und so die ständig steigenden Anforderungen erfüllen konnten“, sagte der Leiter des Darmzentrums und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Chirurgische Onkologie, Prof. Dr. Thomas Meyer.

Prof. Dr. Thomas Meyer, Dr. Hermann Kottsieper, Margita Geiger, Dr. Herbert Walz und Dr. Gerhard von Blohn (v.l.n.r.) feierten mit rund 90 Gästen das zehnjährige Bestehen des Darmzentrums Westmittelfranken.

Das sei vor allem durch die vielen Beteiligten möglich gewesen. „Besonders bedanken möchte ich mich bei Chefarzt Dr. Gerhard von Blohn, dem stellvertretenden Leiter, und Oberarzt Dr. Herbert Walz, dem Koordinator des Darmzentrums, der vor kurzem von Onkozert zum Auditor berufen wurde und nun selbst andere Kliniken prüft“, so Prof. Meyer. Darüber hinaus bedankte sich Prof. Meyer bei der bisherigen Koordinatorin des Onkologischen Zentrums, Diana Marx, sowie bei allen weiteren Beteiligten aus Medizin, Pflege, Verwaltung und Sekretariat. Außerdem sprach er Dr. Hermann Kottsieper und Margita Geiger seinen Dank für deren Pionierarbeit aus. Der damalige Chefarzt und seine Oberärztin hatten das Darmzentrum vor zehn Jahren auf den Weg gebracht. 

Im Mittelpunkt des Darmzentrums Westmittelfranken steht der Patient mit Darmkrebs. „Dass die Neuerkrankungen in den letzten Jahren leicht rückläufig sind, haben wir vor allem der Früherkennung zu verdanken. Über die Hälfte der Frauen und Männer ab 50 Jahren geht mittlerweile zur Darmkrebsvorsorge“, erläuterte Prof. Meyer. „Trotzdem liegt für 2016 die Prognose bei 61.000 Neuerkrankungen in Deutschland. Deshalb ist es umso wichtiger, dass diese Patienten auch weiterhin bestmöglich versorgt werden.“

Hintergrund für die Zentrumsbildung ist es, alle ärztlichen und nichtärztlichen Fachgruppen, die mit der Krebsbehandlung direkt und indirekt zu tun haben, für eine qualitativ hochwertige Versorgung zu bündeln und die Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Behandlungskette – von der Vorsorge über die Behandlung bis zur Nachsorge – zu koordinieren. Für die Patienten bedeutet das: Wege und Behandlungspfade während der Vorsorge, Therapie und Nachsorge sind überschaubar strukturiert. Ansprechpartner sind eindeutig benannt. Patienten und Angehörige können sich darauf verlassen, dass eine umfassende, abgestimmte Behandlung erfolgt und man – trotz der Krankheit – gut aufgehoben ist.

„Das Darmzentrum ist wichtig für unsere Patienten, sichert es doch einen hohen Qualitätsstandard in jeder Phase der Erkrankung“, lobte die stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Oberbürgermeisterin Carda Seidel in ihrem Grußwort. Auch der Verwaltungsratsvorsitzende Landrat Dr. Jürgen Ludwig betonte, dass die Bündelung der Kräfte in einem Zentrum der richtige Weg sei. „Wir brauchen solche ‚Motoren‘, die die Dinge vorantreiben“, so Dr. Ludwig. „Dass unser Darmzentrum schon zehn Jahre Bestand hat, ist keine Selbstverständlichkeit“, hob Klinikdirektor Lars Bergmann hervor. „Das braucht viel Arbeit aller Beteiligten. Man sieht, dass der Zusammenhalt und das Zusammenwirken hier hervorragend gelingen.“

Die Feierstunde zum zehnjährigen Jubiläum des Darmzentrums fand im Rahmen des 7. Ansbacher Symposiums für Aktuelle Onkologie statt. Neben Informationen zu Historie und Entwicklung des Darmzentrums, gab es für die Besucher zwei weitere spannende Fachvorträge. Psychoonkologe Dr. Hans-Peter Scholl vom Klinikum Ansbach referierte zum Thema „Was macht eigentlich die Psychoonkologie“. Als Höhepunkt des Abends sprach Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Hohenberger über das Thema „Das kolorektale Karzinom – gestern und heute“. Der Emeritus der Chirurgischen Universitätsklinik Erlangen ist eine Kapazität auf dem Gebiet der Darmkrebstherapie. Zu Prof. Meyer verbindet ihn eine langjährige Beziehung als dessen Ausbilder und Mentor.

 

Besonders freute sich Prof. Dr. Thomas Meyer darüber, für den Hauptvortrag seinen Mentor Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Hohenberger begrüßen zu können.

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