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Ihr Herz in guten Händen

Ihr Herz in guten Händen
Wie erreichen wir Ihr Herz? In unserem Fall können wir die Frage ganz klar beantworten: Seit über 3 Jahren wird in der Klinik Rothenburg bei Herzkatheteruntersuchungen der schonende Zugang zum Herzen über die Handgelenksarterie gewählt. Dabei wird genau an der Stelle, an der man am Handgelenk den Puls ertasten kann, nach einer örtlichen Betäubung mit einer sehr feinen Nadel die so genannte Radialarterie punktiert. Sobald das Gefäß punktiert ist, führt man einen feinen nachgiebigen Draht durch die Nadel in das Gefäß. Über diesen Draht wird eine so genannte Schleuse geschoben, der Draht wird dann gezogen, übrig bleibt die Gefäßschleuse, die als Ventil dient: über diese Schleuse können verschiedene Katheter zum Herzen vorgebracht werden, ohne dass dabei Blut aus der Schleuse fließt.

Neuartige und schonende Technik
In Deutschland wird diese Methode des Zugangs zum Herzen über die Handgelenksarterie aktuell noch in weniger als 5 % aller Untersuchungen angewandt. Dies liegt daran, dass es erst sehr wenige Zentren gibt, die mit dieser Technik vertraut sind und sie routinemäßig einsetzen. Die Rothenburger Kardiologen haben sich diese Technik, die vor allem in Frankreich und Japan seit Jahren etabliert und mit großer Expertise weiterentwickelt wurde, zu eigen gemacht und führen inzwischen auch fast alle Interventionen wie z.B. Ballondilatationen (Gefäßaufdehnungen) sowie Stentimplantationen, also das Einbringen von Gefäßstützen bei Gefäßverengungen, über die Handgelenksarterie durch. Insbesondere Patienten, deren Blut z.B. nach einem Herzinfarkt medikamentös hoch dosiert verdünnt werden muss, profitieren von dieser Technik.

Vorteile für unsere Patienten
Beim bisher üblicherweise gewählten Zugang über die Leistenarterie beklagen sich immer wieder Patienten im Nachhinein über größere Blutergüsse, die rund um die Einstichstelle herum entstehen können. Gerade die Gefäße im Leistenbereich sind je nach Alter und Zustand des Patienten stark verkalkt und es kann nach Entfernen der Schleuse aus einem starren Leistengefäß ein kleines Loch im Gefäß zurückbleiben, so dass Nachblutungen und größere Blutergüsse auftreten können. Deshalb wird nach einer Untersuchung über die Leiste in der Regel auch ein Druckverband angelegt und der Patient muss in vielen Zentren auch heute noch bis zu 24 Stunden Bettruhe einhalten.

Bewegungsfreiheit – sofort nach der Untersuchung
Nicht so beim Zugang über die Handgelenksarterie: hier wird direkt nach der Untersuchung eine durchsichtige aufblasbare Klett-Manschette um das Handgelenk gelegt und damit die Arterie komprimiert, damit es aus der Einstichstelle nicht mehr blutet. Der Patient kann je nach Eingriff meist direkt vom Kathetertisch aufstehen, darf sich frei bewegen und kann selbst zur Toilette gehen. Nach ca. 2 Stunden kann die Handgelenksmanschette dann entfernt werden.
In der Rothenburger Klinik werden inzwischen ca. 90 % aller Herzkatheteruntersuchungen über den schonenden Handgelenkszugang durchgeführt. Von den Patienten wird dieses Verfahren vor allem wegen der erhaltenen Bewegungsfreiheit nach der Untersuchung gegenüber dem traditionellen Leistenzugang klar bevorzugt – vor allem von denjenigen Patienten, die in der Vergangenheit schon über die Leiste untersucht worden sind und einen direkten Vergleich beider Methoden haben.

Wir geben Wissen weiter
Die Erfahrungen mit der neuen Technik behalten die Rothenburger Kardiologen nicht für sich: inzwischen untersucht eine Kardiologin aus einem Nachbarkrankenhaus ihre Patienten bereits überwiegend mit der hier erlernten Technik in Rothenburger Klinik und an der Universitätsklinik Würzburg werden im Rahmen von deutschlandweiten Schulungen für Herzkatheterexperten Vorträge über diese Methode gehalten.

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