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Kunst als Brücke zum Umgang mit der Krankheit

Theresien-Gymnasium Ansbach stellt 23 neue Schülerkunstwerke im Klinikum Ansbach aus

„Die Auseinandersetzung mit den Bildern möge für unsere Besucher und vor allem unsere Patienten eine einladende und zugleich auch tragfähige Brücke sein, die es ihnen ermöglicht, sich selbst zu entdecken und damit vielleicht auch den Umgang mit der eigenen Krankheit ganz neu zu gestalten, auch das persönliche, schicksalhafte Krankheits-Erleben besser zu deuten, zu verstehen und möglicherweise auch annehmen zu lernen.“ Mit diesen Worten beschrieb Herrmann Schröter als 1. Vorsitzender die Absichten des Vereins der Freunde & Förderer des Klinikums Ansbach bei einer Feierstunde zur Eröffnung einer Ausstellung mit neuen Bildern im Radiologischen Institut. Bereits seit 2011 werden im Klinikum in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Kunstwerke ausgestellt, die von Schülerinnen und Schülern aus Ansbacher Gymnasien gefertigt wurden. Aktuell hat jetzt der Förderverein das Theresien-Gymnasium (ThG) eingeladen, sich mit neuen Werken zu präsentieren. Wie Schröter weiter verdeutlichte, diene diese Ausstellung „nicht allein der Unterhaltung, der Freude oder der Raumausgestaltung, sondern auch der Erkenntnis, ja der Suche nach dem eigenen Selbst.“

Im Gegenzug biete die Ausstellung im Klinikum dem Gymnasium eine Möglichkeit, sich mit seinem Kunstunterricht auf hohem Niveau nach außen zu öffnen und gleichzeitig einem guten Zweck zu dienen. „Wir sehen dies als Beitrag zur Persönlichkeitsbildung unserer Schüler“, sagte der Schulleiter Ralph Frisch. Claudia B. Conrad, stellvertretender Vorstand des ANregiomed Verbundes, zeigte sich „schwerst beeindruckt von der Vielfalt des Ausdrucks und der Botschaften, die sich in den Werken von Schülern aller Altersklassen in einem breiten Spektrum präsentieren“. „Kunst hilft heilen, und das Krankenhaus kann Kunst zu den Menschen bringen“, stellte Conrad fest und wies noch auf einen entscheidenden Vorteil hin: „Anders als Galerien und Museen haben wir rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr geöffnet.“

Umrahmt wurde die Vernissage durch musikalische Darbietungen von Schülerinnen und Schülern des THG. Niklas Frühwald interpretierte einen Eric-Clapton-Titel auf der E-Gitarre, Vivenne Foltin und Ramona Leis spielten auf der Blockflöte ein Menuett von Johann Kuhnau und Andranik Aristakesyan gab mit seiner Gitarre eine temperamentvolle Malagueña zum Besten.

Kunsterzieher Reinhard Erbes gab eine kurze Einführung zu den Werken, die das kreative Potential der Schüler darstellten. Die Ausstellung zeige jedoch nur einen kleinen Ausschnitt, denn „schließlich brauchen wir noch eine Reserve für die Zukunft.“ In diesem Punkt waren sich alle Beteiligten einig: Die Ausstellung soll auch weiterhin mit immer wieder neuen Bildern bestückt werden. So diene sie dauerhaft „auch dem heilsamen Angebot, das wir  gerne unseren Patienten zu ihrem Wohlergehen und ihrer Ermutigung, vielleicht auch zu ihrem Trost und ihrer Freude hier im Klinikum anbieten wollen“, fasste Herrmann Schröter die Motive des Fördervereins zusammen.

Die Ausstellung im Bereich des Radiologischen Instituts im Erdgeschoss des Klinikums ist frei zugänglich und unbefristet zu sehen.

Claudia B. Conrad, Reinhard Erbes und Herrmann Schröter (1., 3. und 5. von rechts mit Künstlern und „Musici“ des Theresien-Gymnasiums

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