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Moderne Wege in der minimalinvasiven Chirurgie

An der ANregiomed-Klinik Rothenburg kann seit einigen Wochen eine neue Operationstechnik angeboten werden: Dr. Petr Skala, Chefarzt der Chirurgie, führt seit kurzem Darm-OPs mittels Single-Port-Technik durch, also minimalinvasive Eingriffe (Schlüssellochtechnik), die nur über einen einzigen kleinen Schnitt im Bereich des Bauchnabels ausgeführt werden. Nach dem Klinikum Forchheim ist die Klinik Rothenburg erst die zweite Klinik in Nordbayern, die dieses moderne Verfahren bei Dickdarm- und Mastdarmoperationen anwendet.

„Neben Darmoperationen sind auch viele andere viszeralchirurgische Eingriffe durch die Single-Port-Technik machbar, wie etwa Blinddarm- oder Gallenblasenentfernung“, erläutert Dr. Petr Skala, Gesamtleiter der Chirurgie an der ANregiomed-Klinik Rothenburg. Die Single-Port-Operation ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem im Gegensatz zur konventionellen Laparoskopie alle Arbeiten über nur einen zentralen Zugang erfolgen.

„Über einen in die Bauchdecke eingebrachten Zugangsport können Kamera und Instrumente in den Bauchraum vorgeschoben werden. Hierzu ist nur ein etwa drei Zentimeter großer Schnitt im Bereich des Bauchnabels erforderlich“, sagt Dr. Skala. Die Platzverhältnisse und der Aktionsradius des Operateurs sind dabei eingeschränkt und die Instrumente daher flexibel oder gewinkelt. „Das Single-Port-Verfahren erfordert daher besondere Kenntnisse des Chirurgen. Ich habe die Methode von Chefarzt Dr. Oechsner im Kreiskrankenhaus Rotenburg a. d. Fulda gelernt, wo ich vor ANregiomed leitender Oberarzt war“, so Dr. Skala.

Voraussetzung zur Durchführung solcher Operationen sei eine gute technische Ausrüstung und enge Kooperation aller Fachabteilungen im Haus. „Die Klinik Rothenburg verfügt bereits über einen hochauflösenden 4K-Monitor, der die Video-Bilder, die bei laparoskopischen Eingriffen von einer Spezialkamera gemacht werden, gestochen scharf darstellt und präzises Arbeiten ermöglicht. Wir haben moderne OP-Säle, spezielles Instrumentarium, eine hervorragend ausgestattete Intensivstation und eine rund um die Uhr verfügbare Endoskopie-Abteilung. Durch diese Infrastruktur werden solche Eingriffe ermöglicht“, betont Dr. Skala. Darüber hinaus profitieren Patienten in der Klinik Rothenburg von der engen Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen und Hausärzten.

„Vorteile der Single-Port-Technik sind – wie bei anderen minimalinvasiven Methoden – ein geringeres Risiko von Wundinfektionen und eine kürzere Genesungsdauer. Speziell bei der Single-Port-Technik haben Patienten noch weniger postoperative Schmerzen und ein besseres kosmetisches Ergebnis bei gleicher Patientensicherheit.“

Chefarzt Dr. Petr Skala (2.v.l.) und leitender Oberarzt Dr. Frank Endter (r.) operieren mittels Single-Port-Technik. Unterstützt wurden sie bei der OP von Anästhesie-Chefarzt Dr. Matthias Kilian (2.v.r.) und OP-Fachkrankenpfleger Peter Unbehauen (l.).

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