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Neuer Spezialist für Nephrologie am Klinikum Ansbach

Im Juni hat PD Dr. Dr. Marcus Baumann die Sektionsleitung Nephrologie am Klinikum Ansbach übernommen. Der 42-jährige Mediziner stammt aus Wuppertal und war zuletzt am Klinikum rechts der Isar der TU München tätig. An der Aufgabe in Ansbach reizt Dr. Baumann der Ausbau der Nephrologie und die Entwicklung weiterer Schwerpunkte über die Dialyse hinaus.

„Mein Ziel ist eine wohnortnahe stationäre Betreuung von Nieren- und Hypertoniepatienten, die bisher in weit entfernte Zentren fahren müssen. Hinzu kommt die Abdeckung von Autoimmunerkrankungen, für die es hier einen großen Einzugsbereich gibt“, sagt Dr. Baumann. Konkret möchte er in den nächsten Monaten eine Citratdialyse und Plasmaseparationen einführen. Citratdialysen kommen vor allem frischoperierten Patienten zugute, da sie unter anderem ohne Heparin auskommen und das Risiko einer Blutung geringer ist. Bei Plasmaseparationen wird das Blutplasma ausgetauscht, um beispielsweise bei Autoimminerkrankungen Antikörper ausschalten zu können.

Außerdem möchte Dr. Baumann in Zukunft mehr Nierenbiopsien in Zusammenarbeit mit der Nephropathologie in Erlangen durchführen – auch bei schwierigen Fällen. „Ich bin im Haus ein guter Ansprechpartner für seltene und schwierige Fälle. Meine Jahre im Klinikum rechts der Isar waren eine gute Schule dafür“, erzählt Dr. Baumann. „Die Nephrologie ist ein Sammelsurium aus Niere und vielen anderen kleinen Dingen, mit denen andere Fachrichtungen oft gar nicht in Berührung kommen. Ich sehe mich daher auch als Anlaufstelle für Patienten, die sehr krank sind und bisher noch keine geeignete Therapie gefunden haben“, so Dr. Baumann.

Erfahrungen hat Dr. Baumann während seiner beruflichen Laufbahn einige sammeln können: Das Praktische Jahr seines Studiums absolvierte er in Hongkong, danach war er zwei Jahre als Assistenzarzt an der Uniklinik Essen, ehe er an der Universität Maastricht (Niederlande) den Ph.D. (internationaler Doktortitel) erwarb. Seit 2007 war Dr. Baumann am Klinikum rechts der Isar der TU München tätig. Dort machte er den Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie und habilitierte sich als Privatdozent (PD). Als Oberarzt war er für die Hypertonie-Ambulanz des Klinikums verantwortlich. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt Dr. Baumann 2014 den Hypertoniepreis der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie sowie einen Förderpreis der Deutschen Hochdruckliga.

Mittlerweile hat sich der Wuppertaler schon in Ansbach eingelebt. „Ich nehme an den meisten Visiten selbst teil, habe dadurch viel Kontakt zu meinen Patienten und kann jetzt schon sagen, dass ich die Franken mag“, sagt Dr. Baumann. Auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Nephrologen sowie mit den Kollegen im Haus liefe sehr gut. Die kurzen Wege hier seien optimal für eine gute Kommunikation. „Angeforderte Untersuchungen laufen am selben Tag und werden auch gleich befundet. Darüber hinaus arbeitet die Pflege super eigenständig und kümmert sich hervorragend um die Patienten“, lobt Dr. Baumann. „Mir macht es Spaß, hier zu arbeiten. Vor allem, wenn ich meine Patienten gesund, glücklich und dankbar entlassen kann.“

Durch viele persönliche Visiten hat PD Dr. Marcus Baumann guten Kontakt zu seinen Patienten. Wie hier zu Anna Tschernay, die sehr zufrieden mit ihrer Behandlung am Klinikum Ansbach ist.

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