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Neurologische Klinik

STENO, das Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern, konnte dieser Tage einen weiteren Meilenstein verzeichnen. Der Aufbau eines Qualitätsmanagements über alle 14 am Netzwerk beteiligten Kliniken wurde durch eine Zertifizierung nach dem internationalen Standard der DIN ISO 9001 abgeschlossen. Nach einer einwöchigen
Begehung verschiedener Standorte wurde die Vergabe des Zertifikats empfohlen.
Erstmals wurde damit ein derart großes Behandlungsnetzwerk zertifiziert. Wir haben damit eine einzigartige gemeinsame Organisationsstruktur geschaffen und einen einheitlichen Qualitätsstandard etabliert, so Privatdozent Dr. René Handschu, Koordinator und QM-Beauftragter von STENO. Bisher beispiellos ist auch der Einbezug telemedizinischer Strukturen in die Bewertung.


„Trotz eines inzwischen sehr effektiven Miteinanders im Netzwerk ist ein solches System über 14 verschiedene Einrichtungen ein Experiment mit hohen Ansprüchen vor allem an die Organisation", so Projektleiter PD Dr. Handschu, der als leitender Auditor selbst bereits viel Erfahrung im Qualitätsmanagement sammeln konnte. „Umso positiver ist es, dass wir das Projekt ohne externe Beratung zum Erfolg führen konnten und die Organisationsstruktur sehr
schlank halten konnten".


Finanzielle Unterstützung für das gewagte Projekt fand PD Dr. Handschu beim Bay.
Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.
Bereits zum Start des Netzwerks in 2007 wurden klare Qualitätsziele definiert und die Erreichung im gesamten Netzwerk überwacht. Systematisch wurde die Erstellung einheitlicher Behandlungsstandards und Vorgaben ausgebaut und so ein einheitliches Qualitätsmanagement etabliert. Anfang Februar bereiste nun ein Auditorenteam der LGA
Intercert und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) eine Woche lang verschiedene Standorte des STENO-Netzwerks, um sich bei Begehungen von der Qualität der telemedizinisch unterstützten Schlaganfallversorgung zu u?berzeugen. Über 650 km wurden so auf einer Tour durch ganz Nordbayern zurückgelegt.


Neben den Vorgaben der international gültigen Qualitätsnorm DIN ISO 9001:2008 wurden gleichzeitig auch die Standards der Deutschen Schlaganfallgesellschaft für regionale und erstmals auch für telemedizinisch vernetzte Stroke Units abgeprüft.
Am Ende der Woche stand eine positive Bilanz. Die Auditoren empfahlen eine Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems im gesamten Netzwerks nach DIN ISO 9001:2008. Daraufhin wurden die drei Schlaganfallzentren, am Universitätsklinikum Erlangen, am Klinikum Nürnberg Süd und am Klinikum Bayreuth sowie die Schlaganfalleinheiten der 11 Regionalkrankenhäuser an: Klinikum Neumarkt, Kreisklinik Roth, Klinik Gunzenhausen, Klinikum Ansbach, Klinik Dinkelsbühl, Klinik Bad Windsheim, Klinikum Forchheim, Helmut-G.-Walter-Klinikum Lichtenfels, Klinikum Kulmbach, Klinikum Fichtelgebirge Marktredwitz und Sana Klinikum Hof unter einem Zertifikat vereint. Dieses soll auf einem Symposium Anfang April durch Bayerns Gesundheitsminister Dr. Markus Söder überreicht werden.
„Ein toller Erfolg der unsere Arbeit mit inzwischen über 6000 telemedizinischen Beratungen bei akuten Schlaganfallpatienten und das Engagement vieler Mitarbeiter in allen Kliniken des Netzwerks belohnt", freut sich Prof. Stefan Schwab, Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen, die das Projekt koordiniert.


STENO ist seit 2007 in Betrieb und optimiert als Verbund der drei Schlaganfallzentren mit 11 bzw. ab 2011 13 regionalen Kliniken in Mittel- und Oberfranken sowie der angrenzenden Oberpfalz durch telemedizinische Beratung, Schulung und Fortbildung die Versorgung von mehr als 5000 Patienten jährlich.


Weitere Informationen:
PD Dr. René Handschu , Telefon: 09181 / 420-3220
E-Mail: rene.handschu@uk-erlangen.de

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