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Nuklearmedizin im MVZ am Klinikum Ansbach unter neuer Leitung

Keine Angst vor Strahlenbelastung

Nuklearmedizin im MVZ am Klinikum Ansbach unter neuer Leitung

Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Klinikum Ansbach wurde die Leitung der Nuklearmedizin Anfang Januar mit Dr. med. Mark Segmüller neu besetzt. Der Facharzt für Nuklearmedizin stammt aus Nürnberg und hat das Medizinstudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen absolviert. Nach der Approbation war er als Assistenzarzt in Neumarkt/Opf. und am Universitätsklinikum Regensburg tätig. Hier schloss er 2003 die Ausbildung zum Facharzt für Nuklearmedizin ab. Seine weitere medizinische Laufbahn führte ihn unter anderem nach Deggendorf, Göttingen und Nürnberg. 2011 absolvierte Dr. Segmüller auch die Prüfung zum Facharzt für Radiologie.

Aufgabenschwerpunkt des Fachbereichs Nuklearmedizin im MVZ – dem zweiten neben der Strahlentherapie – ist die Diagnostik von Funktionsstörungen im menschlichen Körper unter Verwendung von radioaktiven Substanzen. Als bekanntestes Beispiel ist hier die Schilddrüsenszintigraphie zu nennen. Doch auch Organe wie Gehirn, Herz, Nieren und Lunge werden mit diesem Verfahren untersucht, ebenso Knochen, Tumore oder Lymphknoten. Im Gegensatz zur radiologischen Diagnostik, die die betreffenden Organe und Gewebe abbildet, stellt die Szintigraphie deren Funktion dar. Eine wichtige Aufgabe ist auch die Markierung von sogenannten Wächterlymphknoten (Sentinel Node) im Rahmen von Krebsoperationen.

Bei den bildgebenden Verfahren unterscheidet man Szintigrafie, PET (Positronen-Emissions-Tomographie) und SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography). In jedem Fall werden dem Patienten für die Untersuchung schwach radioaktive Substanzen injiziert, die sich in den betreffenden Körperregionen anreichern. Mit einer speziellen Kamera, der nuklearmedizinischen Gammakamera mit SPECT, werden diese Anreicherungen gemessen und bildlich dargestellt. Aus dem Anreicherungsmuster kann der Nuklearmediziner Rückschlüsse ziehen und Aussagen über die Funktion der untersuchten Organe treffen. „Vereinfacht gesagt, lautet in der Radiologie die Frage, wie das Organ aussieht, während es in der Nuklearmedizin darum geht wie das Organ arbeitet“, bringt Dr. Segmüller das Fachgebiet auf eine griffige Formel.

Neben der Diagnostik gehört zu seinem Fachgebiet auch die Schmerztherapie, in beiden Bereichen besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Strahlentherapie am MVZ. „Im Vergleich zur Strahlentherapie verwenden wir in der Nuklearmedizin nur schwach radioaktives Material, die Strahlenbelastung ist nicht höher als bei radiologischen Untersuchungen wie z. B. bei einem CT, oft auch niedriger. Zudem werden die Substanzen mit dem Urin oder Stuhl innerhalb weniger Stunden wieder ausgeschieden“, erläutert Dr. Segmüller. „Angst vor der Strahlenbelastung bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung muss also niemand haben.“

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