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Präsentation VKLA-Unternehmens-Strategie vor EKKeG & Deutschen Städtetag

EKKeG & Deutscher Städtetag, Berlin – 23.06.2010
Erfahrungsaustausch – Dr. Goepfert präsentiert die VKLA-Unternehmens-Strategie vor dem Vorstand des Deutschen Städtetags und dem Vorstand der Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser im Deutschen Städtetag. Ein richtungsweisendes Modell für andere kommunale Krankenhäuser in Deutschland?

Am Mittwoch, 23. Juni 2010 wurden Dr. Andreas Goepfert, Vorstand des Verbundklinikums Landkreis Ansbach, und Martin Fritz, Geschäftsführer der Martin Fritz Marketing Kommunikation GmbH, zu einem Erfahrungsaustausch nach Berlin eingeladen. Unter dem Vorsitz des geschäftsführenden Präsidialmitglieds des Deutschen Städtetags, Dr. Stephan Articus, fand ein umfangreicher Erfahrungsaustausch statt. Schwerpunkte bildeten die drei Themen:
- Wie sieht die ganzheitliche Unternehmens-Strategie des VKLA aus?
- Wie erreicht das VKLA durch operatives Marketing eine Fallzahl-Steigerung?
- Welches sind die relevanten und effektiven Kommunikations-Maßnahmen?

Tenor der anschließenden Diskussion mit den Herren des Vorstands war, „… dass die von Dr. Goepfert und Martin Fritz vorgestellte Lösung als Modell für die kommunalen Krankenhäuser herangezogen werden kann, die sich aktuell mit ähnlichen Zielen beschäftigen“, so Dr. Articus.

„Herausforderungen und strategische Unternehmensführung“
Dr. Goepfert beschrieb in seinem Vortrag seine Arbeitsweise und wie er professionelles Klinik-Management und die Herausforderungen mittels strategischer Unternehmensführung am VKLA – Verbundklinikum Landkreis Ansbach – in Dinkelsbühl, Rothenburg und Feuchtwangen langfristig plant und umsetzt.
Seine Zielsetzung fokussiert er auf 4 Schwerpunkte:
- Kundenorientierung mit konsequenter Ausrichtung auf den Leistungsempfänger
- Sicherung der Ergebnisqualität durch verbindliche Nutzung valider Kennzahlen und Reportings
- bedarfsgerechte Anpassung der Krankenhausstruktur durch tabufreies Hinterfragen aller Prozesse und Strukturen und
- Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter auf alle Aspekte der Wirtschaftlichkeit.

„Der vernünftige und weitsichtige Umgang mit den Veränderungen des Konsumentenbewusstseins, den steigenden Kosten im Gesundheitswesen, dem Wandel in gesellschaftlichen Trends, der Verbreitung von Kommunikationstechnologien, dem Gesundheitswesen unter dem „Zwang des Faktischen“ und dem medizinische Fortschritt schaffen weitreichende Ansätze für ein erfolgreiches Klinikmanagement.“ so Dr. Goepfert. Grundlage hierfür bietet die systematische Analyse der Region, der Zuweiser, der Patienten, der Konkurrenz und der Anforderungsveränderungen.

Eine besondere Bedeutung gewinnt in seiner Unternehmens-Strategie der „Kunde“ als Leistungsempfänger. Wobei als Kunde jeder gesehen wird, der mit dem Verbundklinikum im Kontakt ist: Patienten, Angehörige, Zuweiser, Kostenträger, Firmen, Mitarbeiter, ... Durch diese Betrachtung werden die Kliniken zu Dienstleistern im positiven Sinne.
Die Servicequalität ist für ihn ein bestimmender Faktor. Die Festschreibung eines klaren Servicelevels ist Bestandteil seiner Unternehmenskultur.

Der permanente Wandel auf den Gebieten der Diagnostik und Therapie und die zunehmende Ökonomisierung schaffen Rahmenbedingungen, die den Wettbewerb stark verändern. Behaupten kann sich hier lt. Goepfert in Zukunft das „Unternehmen“, das nach innen und nach außen großen Wert auf Klarheit, Transparenz und wirtschaftliches Handeln legt.

Die Festlegung des eigenen Standards im Umgang mit allen Themen der Innovation schafft Vorsprung vor dem Mitbewerb. Die Themenfelder umfassen hierbei die Diagnostik genauso wie die Geräte-Technologie, die Therapien und die Standards, die immer wieder Maßstäbe setzten müssen.

In 2 – 5 Jahren sollen seine Visionen Realität sein:
- die Kliniken der „Region“ sind zusammengeführt und als starke Marke etabliert. Insbesondere gilt es hier 2 verschiedene Gebietskörperschaften (Kliniken des Landkreises Ansbach mit dem städtischen Klinikum Ansbach) sowohl unternehmerisch als auch politisch schnellstmöglich zusammenzuführen.
- die Gesundheitsversorgung erfolgt aus einer Hand
- In der öffentlichen Wahrnehmung werden die Häuser des VKLA beschrieben als
SICHER-LEISTUNGSFÄHIG-KOMPETENT
- die interdisziplinäre Versorgung des Patienten schafft eine hohe Patientenzufriedenheit
- die professionelle Zuweiserbindung stärkt die regionalen Gesundheits-Netzwerke
- die Mitarbeiterzufriedenheit ist hoch
- das betriebswirtschaftliche Knowhow ist vorhanden
- IT-gestützte Behandlungspfade + Kostenträgerrechnung sind eingeführt
- One-IT-Solution mit Dashboards + validen Reporting‘s schaffen stets aktuelle Daten
- risikoadjustierte Kennzahlen und Patientensicherheitsindikatoren existieren
- Interaktive Zuweiserportale erleichtern die schnelle, qualifizierte Kommunikation
- Vertrauen ist der zentrale Wettbewerbsfaktor – das 3-säuliges Riskmanagementsystem bildet die Grundlage

„Strukturiertes Marketing und Markenbildung“
Den zweiten Teil des Erfahrungsaustauschs bildete der Vortrag vom Martin Fritz, wie durch strukturiertes Marketing und den Aufbau einer in der Region verankerten Marke die Unternehmensstrategie des VKLA sichtbar und messbar wird.

Als ersten Arbeitsstufe wurde für das VKLA der Blog „www.fraenkisch-gesund.de“ aufgebaut. Dieser Blog ist bewusst mit der Region verwurzelt worden: www.fraenkisch-gesund.de. Das Ergebnis ist eine gute Akzeptanz in der Bevölkerung, bei Mitbewerbern, bei der Presse. Bestandteile des neuen Blogs bilden die regelmäßigen Podcasts, Podcast-Hintergrundinformationen, RSS-Feeds, Links, Kommentare, ein Archiv, in dem alle Veröffentlichungen und der Pressespiegel nachgeschlagen werden können.
Über dieses Kommunikations-Instrument werden allen Zielgruppen der VKLA die neuen Strategien, Strukturen und Visionen der Geschäftsleitung mitgeteilt. Und alle werden aufgefordert die Gedanken und Aussagen zu kommentieren. Für das VKLA diente dieser Schritt dazu, von Anfang an Transparenz und Kommunikation zu leben.

In der zweiten Arbeitsstufe wurden der Masterplan und die Marketingziele entwickelt und festgelegt. Sie enthalten die Entscheidungskriterien, das Führungs- und Steuerungsinstrument und Entscheidungsvariablen, um Planung und Kontrolle von Marketingzielen zu gewährleisten.

In der dritten Arbeitsstufe – geplant ab Herbst 2010 – liegt der Schwerpunkt auf dem Thema: Potenziale erkennen und gezielt Zielgruppen erreichen.
Hierzu wird eine SWOT-Analyse durchgeführt, um möglichst viele interne und externe Faktoren transparent zu machen. Zielgruppe sind alle Mitarbeiter des VKLA, alle Führungskräfte des VKLA, alle Zuweiser und die Patienten.
                                                
Zum Einen erhält das VKLA hierdurch einen klaren Blick auf die Stärken. Die Ergebnisse spiegeln auch wider: die Schwächen. Das VKLA erhält Einblick in die Chance. Und lernt viel über die Gefahren.
Für das VKLA hat diese SWOT-Analyse – in der Form in der sie durchgeführt wird – einen noch viel weiter reichenden Effekt. Sie geht über das klassische Instrument der traditionellen Analyse und Informationsgewinnung hinausgeht.

Die vierte Arbeitsstufe – Social Media Marketing – …
setzt auch zeitlich auf den Erfahrungen und den Ergebnissen der vorangegangenen Arbeitsstufen auf. Gemäß der 80-20-Regelung kann beschrieben werden, daß 80 % der Marketing-Projekte bis Ende 2010 umgesetzt sind. Betrachten wir aber die Effizienz der Marketing-Projekte sind erst 20% Wirkung und Wahrnehmung in den Zielgruppen erreicht worden. Die richtige Arbeit beginnt jetzt erst, und kann auch jetzt erst beginnen. Die Vorarbeiten sind geleistet. Das richtige Agieren in diesen Netzwerken wird zu 80 % entscheidend sein im Wettbewerb um die Marktanteile, um Fallzahlen. Der Content erfährt eine gänzlich neue, strategische Bedeutung.

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Hintergrundinformation: Der Deutsche Städtetag
Der Deutsche Städtetag ist der größte kommunale Spitzenverband in Deutschland.
Er vertritt die Interessen aller kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte. In ihm haben sich rund 4300 Städte und Gemeinden mit insgesamt 51 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen.

Aufgaben:
Der Deutsche Städtetag vertritt aktiv die kommunale Selbstverwaltung. Er nimmt die Interessen der Städte gegenüber Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat, Europäischer Union und zahlreichen Organisationen wahr.   
Der Deutsche Städtetag berät seine Mitgliedsstädte und informiert sie über alle kommunal bedeutsamen Vorgänge und Entwicklungen.
Der Deutsche Städtetag stellt den Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern her und fördert ihn in zahlreichen Gremien.
Die Hauptgeschäftsstelle leitet das Geschäftsführende Präsidialmitglied Dr. Stephan Articus.
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Ansprechpartner:
Dr. Andreas Goepfert
Verbundklinikum Landkreis Ansbach
Klinik Dinkelsbühl, Crailsheimer Str. 6, 91550 Dinkelsbühl  
Tel.: 09851- 91-101

Ansprechpartner Marketing & Kommunikation:
Martin Fritz
MFMK –Martin Fritz Marketing Kommunikation
Ahaweg 6-8, 76131 Karlsruhe
Tel.: 0721-130 86-0

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