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Rothenburger Alkoholpräventionsprojekt ausgezeichnet

Das Rothenburger Alkoholpräventionsprojekt „Tanzen statt torkeln" ist Preisträger beim 6. Bundesweiten Wettbewerb Kommunaler Suchtprävention, der diesmal unter dem Thema „Alkoholprävention im öffentlichen Raum“ stand. In der Rubrik „Kreisangehörige Kommunen“ belegt der Rothenburger Beitrag den 3. Platz. Von 99 gültigen Beiträgen wurden insgesamt 12 ausgezeichnet. Daniel Bahr, Bundesminister für Gesundheit, Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nahmen die Preisverleihung am 3. Juni in Berlin vor.

Das Projekt „Tanzen statt torkeln“ wird seit 6 Jahren erfolgreich am überregional bekannten Taubertal-Festival vor den Toren der Stadt durchgeführt. Es wurde eigens hierfür entwickelt. Initiatoren der Aktion sind Martin Heilscher, Krankenpfleger an der Klinik Rothenburg und Paul Seltner, Kreisjugendpfleger des Landkreises. Beide sind Gründungsmitglieder des Arbeitskreises Prävention der Stadt Rothenburg. Die Veranstalter des Taubertal-Festivals waren an die Gruppe herangetreten, mit dem Ziel, gemeinsam ein schlüssiges Konzept gegen übermäßigen Alkoholkonsum zu entwickeln.

Zielgruppe des Präventionsprojekts sind die 16- bis 25-jährigen Festivalbesucher. Um sie anzusprechen, wurden Krankenpflege-Schüler und -Schülerinnen des Schulzentrums Pflegeberufe an der Klinik Rothenburg für ihren Einsatz gründlich geschult und mit Rollenspielen und Übungen auf das Festivalpublikum vorbereitet. Auch die Auswirkungen im Bereich Selbst- und Fremdgefährdung durch Rauschmittel werden vermittelt. Auf dem Festival suchen sie Kontakt zu Einzelbesuchern und kleinen Gruppen und zeigen in Gesprächen Alternativen zum Rauschtrinken auf. Über einen Fragebogen erhalten die meist jugendlichen Gesprächspartner die Möglichkeit zur Selbstreflexion des eigenen Alkoholkonsums. Belohnt wird das Mitmachen durch die Teilnahme an einem Gewinnspiel: Hier können attraktive Preise, wie T-Shirts, Eintrittskarten für das kommende Festival und sogar VIP-Tickets gewonnen werden, die der Veranstalter kostenlos zur Verfügung stellt.

„Der Arbeitskreis Prävention der kreisangehörigen Stadt Rothenburg ob der Tauber hat ein mit steigender Popularität des Taubertalfestivals wachsendes Problem mit dortigem Alkoholkonsum und daraus resultierenden Folgeproblemen wie Gewaltdelikten aufgegriffen – Probleme wie sie typisch für große Open-Air-Festivals sind, die mehrheitlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht werden. Er entwickelte gemeinsam mit dem Arbeitskreis Prävention Stadt und Landkreis Ansbach ein detailliertes Präventionskonzept mit klaren Zielstellungen“, begründet die Jury die Prämierung des Rothenburger Beitrages. Das Projekt sei statistisch gut ausgewertet: Der Fragebogenrücklauf, die Zahl der Ausnüchterungspatienten und die Zahl der Gewaltdelikte sind seit Beginn des Projekts erfasst. So sei die Zahl der Ausnüchterungspatienten zunächst stark gesunken und die Zahl der Gewaltdelikte auf dem Festivalgelände habe sich kontinuierlich reduziert.

http://www.kommunale-suchtpraevention.de/wettbewerb-2012-2013/stadt-rothenburg-ob-der-tauber-mit-landkreis-ansbach.html

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