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Schilddrüsen-OP: aber sicher!

 Rund 100.000 Menschen in Deutschland jährlich wird die Schilddrüse ganz oder teilweise entfernt. Eine Verletzung des Stimmbandnervs kann bei der Operation nie ganz ausgeschlossen werden und auch unschöne Narben am Hals belasten die Patienten oft sehr. Die ANregiomed Klinik Dinkelsbühl setzt durch kontinuierliches Neuromonitoring, also permanente Überwachung des Stimmbandnervs über einen Monitor, auf noch mehr Sicherheit während der Operation. Durch minimal-invasive Eingriffe kann auch die Narbenbildung reduziert werden

Direkt an der Schilddrüse liegt ein wichtiger Nerv: der Stimmbandnerv. Er ist zuständig für die Beweglichkeit der Stimmbänder und damit für die Sprache sowie die Kehlkopfausdehnung bei der Atmung. Der Nerv ist nur wenige Millimeter dünn und verläuft teils hinter, teils innerhalb der Schilddrüse, weswegen selbst geübte Chirurgen während Operationen Gefahr laufen, den Nerv zu verletzen oder zu durchtrennen. Um auch bei ungewöhnlicher Lage des Nervs oder starken Verwachsungen der Schilddrüse den Stimmbandnerv zu lokalisieren, setzt die Klinik Dinkelsbühl eine kontinuierliche, elektronische Überwachung des Nervs ein. „Das ist ein klarer Qualitätsgewinn, denn durch das kontinuierliche Neuromonitoring können wir den Stimmbandnerv während der kompletten OP überwachen und bekommen im Monitor sofort Signale über Bild und Ton, wenn es gefährlich wird“, erklärt Dr. Evelyn Weick-Mayer, Chefärztin der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Klinik Dinkelsbühl. Die „Fühler“ dieser elektronischen Überwachung sind Messelektroden, die sich im Beatmungsschlauch befinden. Während der gesamten Operationszeit sitzt die ringförmige APS-Elektrode um den Vagusnerv. Er ist der übergeordnete Nerv, aus dem der Stimmbandnerv entspringt. Ist der Vagus intakt, gilt das auch für den Stimmbandnerv. Die Elektrode an der Innenseite gibt jede Sekunde einen elektrischen Impuls ab. Wird der Nerv während der OP gereizt, gibt der Monitor akustische Signale ab. So weiß der Operateur, dass der Nerv im Operationsgebiet verläuft und dieses Gebiet nicht verletzt werden darf – frei nach dem Motto: Erst messen, dann schneiden!

Insgesamt ist die Verletzung des Stimmbandnervs während einer Operation zwar selten, für die Betroffenen allerdings oft eine lebenslange Belastung. Es kann zu Heiserkeit, Sprachstörungen, Schluckschwierigkeiten und Atemnot kommen. Die Klinik Dinkelsbühl ist die einzige Klinik in der Region, die kontinuierliches Neuromonitoring jetzt routinemäßig bei allen Operationen an der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen einsetzt. „So werden die Operationen noch sicherer für unsere Patienten“, sagt Dr. Weick-Mayer.

Eine weitere Besonderheit an der Klinik Dinkelsbühl ist die minimal-invasive videoassistierte Chirurgie, die unter anderem bei Schilddrüsen-Operationen (minimal-invasive videoassistierte Thyroidektomie, kurz MIVAT) angewandt wird. Der Zugang zur Schilddrüse führt dabei über einen nur rund zwei Zentimeter langen Hautschnitt am Hals. Durch den sehr kleinen Hautschnitt können nur Schilddrüsen, deren Organgröße 30 Milliliter nicht überschreitet, minimal-invasiv entfernt werden. Operiert wird unter Verwendung der videoendoskopischen Sicht. Die Narbenbildung am Hals wird dadurch stark reduziert. „MIVAT erhöht das kosmetische Ergebnis in der Schilddrüsenchirurgie erheblich, bei gleicher Sicherheit“, sagt Dr. Weick-Mayer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chefärztin Dr. Evelyn Weick-Mayer bei einer Schilddrüsen-Operation mit zusätzlicher Sicherheit durch kontinuierliches Neuromonitoring in der Klinik Dinkelsbühl

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