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Schilddrüsen OP: aber sicher!

 Rund 100.000 Menschen in Deutschland bekommen jährlich ihre Schilddrüse oder Teile davon entfernt. Eine Verletzung des Stimmbandnervs kann bei der Operation nie ganz ausgeschlossen werden. Am Klinikum Ansbach wird deshalb seit kurzem das sog. kontinuierliche Neuromonitoring eingesetzt, also eine permanente Überwachung des Stimmbandnervs während der OP über einen Monitor.

 

Mit dem neuen Gerät ist am Klinikum Ansbach durch die elektrische Stimulation des übergeordneten Halsnervs (N. vagus) die fortlaufende Überprüfung des Stimmbandnervs (N. recurrens) bei der Kropfoperation möglich (sog. Kontinuierliches Neuromonitoring). Foto: © Dr. Langer Medical

Der Stimmbandnerv ist nur wenige Millimeter dünn und verläuft rechts und links sehr nahe entlang der Schilddrüse, weswegen selbst bei größter Sorgfalt während der Operation die Gefahr besteht, den Nerv zu verletzen oder zu durchtrennen. „Durch das kontinuierliche Neuromonitoring können wir den Stimmbandnerv während der kompletten OP überwachen und bekommen im Monitor sofort Signale über Bild und Ton, wenn es gefährlich wird“, erklärt Prof. Dr. Thomas Meyer, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Chirurgische Onkologie am Klinikum Ansbach. Insgesamt ist die Verletzung des Stimmbandnervs während einer Operation zwar selten, für die Betroffenen allerdings oft eine lebenslange Beeinträchtigung. Es kann zu Heiserkeit, Sprachstörungen, Schluckschwierigkeiten und Atemnot kommen. „Mit dem kontinuierlichen Neuromonitoring zusammen mit der obligaten Verwendung einer Lupenbrille werden die Operationen noch sicherer für unsere Patienten“, sagt Prof. Dr. Thomas Meyer.

In den meisten Fällen wird die Schilddrüse über einen ca. 5-6 cm langen queren Schnitt am Hals oberhalb des Brustbeines entfernt. Bei einzelnen Knoten und insgesamt nur wenig vergrößerter Schilddrüse ist unter Umständen auch eine minimal-invasive Schilddrüsenoperation möglich. Dieses neue Verfahren erfordert ein spezielles Instrumentarium mit einem endoskopischen Kamerasystem, das am Klinikum Ansbach seit einigen Monaten verfügbar ist und vom Leitenden Oberarzt der Allgemeinchirurgie, Dr. Herbert Walz, erstmals im November 2015 eingesetzt wurde. „Der Halsschnitt kann dabei wesentlich kleiner gehalten werden und beträgt nur ca. 2 cm, so dass das kosmetische Ergebnis insgesamt deutlich besser ausfällt“, berichtet Dr. Walz.

 

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