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Schlaganfallbus machte Station in Ansbach

Am 11. August machte die Aktion „Bayern gegen den Schlaganfall“ mit ihrem Infobus auch in Ansbach Station. Vor dem Haupteingang zum Brücken-Center erwies sich der rote Londoner Doppeldeckerbus als wahrer Publikumsmagnet. Passanten aller Altersgruppen nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und im Vorbeigehen ihre Risikofaktoren testen zu lassen. Dr. med. Sonja Lisch, Chefärztin der Schlaganfalleinheit (Stroke-Unit) am Klinikum Ansbach und der Neurologie am Bezirksklinikum Ansbach, stand für Fragen und Tipps rund um das Thema Rede und Antwort. Im Vordergrund standen dabei Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten. Wie die Medizinerin immer wieder betonte, spielt der Zeitfaktor die größter Rolle, denn: Zeit ist Hirn! "Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie selbst oder ein Angehöriger einen Schlaganfall haben könnten, verlieren Sie keine Zeit und rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter der Notruf-Nummer 112.“

Ständig umlagert war auch ihr Kollege Matthias Kuhfus, der am laufenden Band Dopplersonographien durchführte. Mit dieser Untersuchungsmethode kann man per Ultraschall feststellen, ob die Halsschlagadern (Carotis-Arterie) frei durchgängig sind. Waren hier bei den Probanden Ablagerungen oder Verengungen zu erkennen, wurde ihnen ein Besuch beim Hausarzt empfohlen. "Wir können hier nur einen orientierenden Einblick geben, eine ausführliche Untersuchung der Carotis dauert viel länger und muss in der Praxis durchgeführt werden", betonte Matthias Kuhfus, der als Arzt in der Schlaganfalleinheit am Klinikum Ansbach tätig ist.

Im Inneren des Busses ließen rund 200 Besucher von den Pflegekräften Blutdruck und Puls sowie ihre Blutzuckerwerte bestimmen. Auch sie erhielten bei auffälligen Werten den Rat, ihren Hausarzt aufzusuchen. Auf dem Oberdeck ermittelte Lars Bomsdorf, Leiter des Therapiezentrums am Klinikum Ansbach, mit den Besuchern anhand von Fragebögen ihr individuelles Schlaganfallrisiko. Bei seiner Kollegin konnte man die Effekte der Spiegeltherapie ausprobieren. Diese Methode wird von der Ergotherapeutin in der Frührehabilitation nach einem Schlaganfall häufig angewendet und kann die Reaktivierung gelähmter Gliedmaßen unterstützen.

In der Ansbacher Stroke-Unit werden jährlich über 800 Personen mit einem Schlaganfall behandelt. Die Einrichtung im Klinikum Ansbach wird in Kooperation mit dem Bezirksklinikum geführt, Chefärztin Dr. Sonja Lisch leitet gleichzeitig auch die Klinik für Neurologie, die ebenfalls auf dem Klinikgelände angesiedelt ist und unter Trägerschaft des Bezirks steht. Die unmittelbare Nähe zu Abteilungen wie dem Radiologischen Institut, der Gefäßchirurgie, Neurochirurgie oder der Intensivstation bietet ideale Bedingungen für die rasche und umfassende Behandlung von Schlaganfallpatienten. Schon sehr frühzeitig setzt hier auch die Rehabilitation durch das Therapiezentrum mit den Fachbereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie an.

Als Teil des "Netzwerks zur Schlaganfallversorgung mit Telemedizin in Norbayern" (STENO) kann die Stroke-Unit bei Bedarf auch auf Spezialisten aus den überregionalen Schlaganfallzentren wie der Uniklinik Erlangen oder dem Klinikum Nürnberg zurückgreifen.

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