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Spezialisten gegen Bluthochdruck

 Der Medizinischen Klinik I am Klinikum Ansbach wurde kürzlich das Zertifikat „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum der Deutschen Hochdruckliga (DHL)“ verliehen. Es steht für einen hohen Qualitätsstandard bei der Behandlung des Bluthochdrucks und dient Patienten und Einweisern als Qualitätssiegel und Orientierungshilfe.

 

„Unser Körper ist auf eine andauernde Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie den Abtransport von Abfallprodukten des Stoffwechsels angewiesen“, erläutert der Chefarzt der Kardiologie und Nephrologie am Klinikum Ansbach, Privatdozent (PD) Dr. Christian Wacker. Zu diesem Zweck müsse das Transportmedium Blut mit ausreichend, aber nicht zu viel Druck durch den Körper gepumpt werden. „Wenn der Blutdruck dauerhaft und ohne physiologische Ursache, zum Beispiel Anstrengung oder Stress, erhöht ist, kann das weitreichende Konsequenzen für die Gesundheit haben“, ergänzt der Sektionsleiter Nephrologie der Medizinischen Klinik I, Prof. Dr. Dr. Marcus Baumann.

Jedes Jahr sterben allein in Deutschland 400.000 Menschen an den Folgen zu hohen Blutdrucks. Dieser verursacht selbst oft keine Symptome, jedoch können Schwindel oder Kopfschmerzen Anzeichen von Hypertonie sein. Zu spüren bekommt der Patient dann erst die Folgeerscheinungen. „Die bekanntesten Folgen von Bluthochdruck sind Herzinfarkt und Schlaganfall. Aber die Volkskrankheit kann sich auch auf andere Organe auswirken: Niere, Augen, Gefäße – der ganze Körper leidet unter der ständigen Druckbelastung“, so Prof. Dr. Dr. Baumann.

Die Angebote zur Diagnose und Behandlung von Bluthochdruck sind vielfältig. „Bluthochdruck braucht eine fachgerechte Versorgung, die besondere Fachkenntnisse voraussetzt und hohe medizinische Qualitätsstandards erfüllt“, sagt PD Dr. Christian Wacker. Um diese Versorgungsqualität zu verbessern, prüft die DHL medizinische Einrichtungen und zeichnet sie nach Eignung mit dem Titel „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL“ aus. Das Zertifikat garantiert dabei, dass der hohe Qualitätsstandard eingehalten wird, den die DHL anhand von Erkenntnissen aus der hypertensiologischen Wissenschaft und der Versorgungsforschung definiert hat. „Die Zertifizierung schafft Transparenz und gibt Patienten Orientierung bei der Auswahl der vielfältigen Therapieangebote im Bereich der Bluthochdruckbehandlung“, so PD Dr. Wacker.

Voraussetzungen für die Zertifizierung waren unter anderem die enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum Würzburg und dass es direkt im Haus zwei Hypertensiologen, also Spezialisten für Bluthochdruck, gibt. Die Medizinische Klinik der ANregiomed-Klinik Rothenburg ist in Zusammenarbeit mit dem Dialyse-Centrum Rothenburg bereits seit drei Jahren ebenfalls „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL“.

 

Spezialisten auf dem Gebiet Bluthochdruck: Chefarzt der Medizinischen Klinik I PD Dr. Christian Wacker (l.) und Sektionsleiter Nephrologie der Medizinischen Klinik I, Prof. Dr. Dr. Marcus Baumann.

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