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Stuhlinkontinenz und Therapiemöglichkeiten heute - von der Windel zum High-Tech-Produkt

Am 28.07.2010 trafen sich im Vitalhotel Meiser Neustädtlein Haus- und Fachärzte zu einer gemeinsamen Fortbildung mit dem Thema Stuhlinkontinenz.

Ausgerichtet wurde die interdisziplinäre Fortbildung vom niedergelassenen Internisten Herrn Dr. Franke mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie und vom Krankenhauschirurgen Herrn Dr. Pruy mit dem Schwerpunkt Viszeralchirurgie.

 

In mehreren Vorträgen (über fast 2 Stunden) wurden zahlreiche Aspekte des „Tabuthemas“ Stuhlinkontinenz behandelt. Zunächst wurde auf die Häufigkeit und die Ursachen eingegangen. Generell versteht man unter Stuhlinkontinenz Gas, festen und flüssigen Stuhlgang nicht mehr ausreichend willkürlich kontrollieren zu können. Die Ursachen sind außerordentlich vielfältig. Als Beispiel seien genannt: eine Schädigung des Schließmuskels, z.B. vor vielen Jahren bei einer Entbindung. Die Beschwerden kommen aber oft erst im Alter zum Tragen. Oder die Schädigung der Nerven, die für die Muskeltätigkeit am Schließmuskel notwendig sind.

Anschließend wurden die üblichen und notwendigen diagnostischen Untersuchungs-methoden dargestellt. Resignation ist keinesfalls angebracht laut Herrn Dr. Franke.

In seinem Vortrag über die konservativen Behandlungsmöglichkeiten wurde dargestellt, dass es vielfältige Maßnahmen: Medikamente, Krankengymnastik, Biofeedback- Training gibt und vieles mehr wodurch eine deutliche Linderung der Beschwerden erzielt  werden kann.

In einem Beitrag der St. Pauls- Apotheke Dinkelsbühl wurde auf die notwendigen und möglichen Hilfsmittel eingegangen. Dargestellt wurde das komplizierte Rezeptierungs-verfahren bei den verschiedenen Krankenkassen. Beachtenswert ist jedoch dass das Budget der niedergelassenen Ärzte hierbei nicht beeinträchtigt wird.

Im Vortrag von Herrn Dr. Pruy wurden die verschiedenen operativen Verfahren erklärt. Ausführlich wurde das noch oft unbekannte operative Verfahren der Sakralnervenmodulation dargestellt. Weltweit wurden bereits mehr als 65.000 Patienten mit diesem System versorgt mit oft sehr gutem Erfolg. In ausgewählten Situationen ist diese auch in Dinkelsbühl möglich.

Parallel zu den Vorträgen wurde auch eine Industrieausstellung mit verschiedenen Hilfs-Produkten für die Stuhlinkontinenz veranstaltet.

Foto: Dr. M. Kubin


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