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Weltweiter Standard hilft Leben retten

Ansbach. Schwerverletze, möglicherweise in Lebensgefahr schwebende Patienten werden nach ihrem Eintreffen im Krankenhaus in einen Schock- oder Reanimationsraum gebracht, wo sie von einem Team aus Chirurgen, Anästhesisten, Radiologen und Pflegefachkräften versorgt werden. Damit jeder Handgriff sitzt, sind die Abläufe innerhalb des Teams klar gegliedert und Arbeitsweisen auf einander abgestimmt. Im Idealfall läuft die Versorgung nach internationalen Standards ab. Ein solches standardisiertes Management von Traumapatienten lehrt die „Akademie der Unfallchirurgie“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie mit dem weltweit verbreiteten Ausbildungskonzept ATLS (Advanced Trauma Life Support). Ziel dieses in den Vereinigten Staaten entwickelten Schockraumanagements ist es, Abläufe so weit zu standardisieren, dass ein darin geschulter Mediziner ohne Vorbereitung in einem beliebigen Notfallteam mitarbeiten kann, sofern dieses nach ATLS-Standard vorgeht.

Im Rahmen der Rezertifizierung des Klinikums Ansbach als Regionales Traumazentrum wurden erstmals 16 Ärztinnen und Ärzte nach ATLS-Standard geschult. Neben 10 Teilnehmern aus dem Klinikum Ansbach kamen sechs weitere aus den Kliniken Rothenburg und Dinkelsbühl. Bestens vorbereitet – die Teilnehmer hatten im Vorfeld ein 400-seitiges Handbuch in englischer Sprache durchgearbeitet – gingen am vergangenen Samstag die 16 Ärzte an den Start. Zunächst in Vierergruppen, später in Zweiter-Teams und schließlich auf sich alleine gestellt, durchliefen die Notfallmediziner aus den Fachbereichen Chirurgie und Anästhesie das zweitägige Kursprogramm. Aufgrund des hohen Raumbedarfes fand das Seminar in Räumen der Hochschule Ansbach statt, die Ausbilder kamen aus verschiedenen deutschen Kliniken.

„Zufriedener kann man mit dem Ergebnis gar nicht sein“, stellt Initiator Prof. Dr. Franz-Xaver Huber, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie, fest. Alle 16 Kursteilnehmer haben die abschließende theoretische und praktische Prüfung erfolgreich bestanden. Das sei, so Huber, angesichts des hohen Aufwandes für die Vorbereitung „keineswegs selbstverständlich“. Huber bedankte sich, aufgrund einer Erkrankung in Abwesenheit, bei allen Teilnehmern, besonders aber bei Oberarzt Dr. Frank Wanka von der Unfallchirurgie, bereits seit drei Jahren ATLS-zertifiziert, sowie Nadine Elstner für die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Besonders gratulierte er Sabine Lampe von der Unfallchirurgie Ansbach zum besten Prüfungsergebnis.

Foto: „Treat first what kills first“ – Lebensbedrohliches erkennen und als Erstes behandeln: Rainald Kiene, Oberarzt der Unfallchirurgie an der Klinik Rothenburg, Norbert Lorenz, Anästhesist am Klinikum Ansbach, und Schwester Claudia Fritsch von der Notaufnahme am Klinikum Ansbach versorgen einen „Schwerverletzten“ nach ATLS-Standard. Instruktor Lüder Herzog überwacht den Ablauf. (Foto: Nadine Elstner)

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